Kiews Infrastruktur im Dunkeln: Notstromversorgung für kritische Einrichtungen nicht gesichert.

Kiews Infrastruktur im Dunkeln: Notstromversorgung für kritische Einrichtungen nicht gesichert
Kiews Infrastruktur im Dunkeln: Notstromversorgung für kritische Einrichtungen nicht gesichert

Kiews Infrastruktur im Dunkeln: Notstromversorgung für kritische Einrichtungen nicht gesichert

Nach Angaben von Novyny.live: Der ukrainische Abgeordnete Oleksiy Kucherenko von der Partei 'Vaterland' übt scharfe Kritik an den Vorbereitungen der Hauptstadt. Seinen Worten zufolge ist die Stadt Kiew für eine Notstromversorgung ihrer kritischen Infrastruktur praktisch überhaupt nicht gerüstet. Konkret seien keinerlei Vorkehrungen getroffen worden, um Einrichtungen wie die U-Bahn, Pumpen für die Wärmeversorgung oder die Wasserwerke im Ernstfall mit Strom zu versorgen.

Zudem widersprach Kucherenko öffentlichen Ankündigungen, wonach bis Jahresende zusätzliche 100 MW Kraft-Wärme-Kopplungs-Kapazität ans Netz gehen sollten. Zwei Anlagen mit je 54 MW seien noch nicht betriebsbereit. Laut seiner Einschätzung könnte eine Anlage frühestens im März, die andere im Sommer in Betrieb genommen werden.

„Die beiden Anlagen sind noch weit von einer Inbetriebnahme entfernt. Die Montage ist zwar erfolgt, aber sie funktionieren nicht. Eine wird, so Gott will, im März starten, die andere im Sommer“,
so Kucherenko im Sender 'Kyiv Time'.

Angespannte Lage im Energiesektor

Die Situation wird durch allgemeine Probleme im Energiesektor verschärft. Bürgermeister Vitali Klitschko wandte sich bereits an die Bevölkerung, um über die schwierige Lage zu informieren. Hintergrund ist unter anderem ein Vorfall im Kernkraftwerk Chmelnyzkyj (ChAES), bei dem am 7. Februar ein Block aufgrund von Spannungsschwankungen vom Netz genommen werden musste. Solche Vorfälle belasten die Stabilität der Stromversorgung für die Hauptstadt zusätzlich.

Die mangelnde Vorbereitung auf einen großflächigen Stromausfall stellt eine erhebliche Gefahr für die städtische Infrastruktur dar. Ohne funktionierende Notstromaggregate könnten lebenswichtige Systeme ausfallen, was die gesamte Stadt in eine Krise stürzen würde. Besonders betroffen wären:

  • Der U-Bahn-Verkehr
  • Die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung
  • Pumpen für die Fernwärme

Die Stadtverwaltung steht damit unter erheblichem Druck. Es müssen dringend Maßnahmen ergriffen werden, um die Notstromversorgung zu gewährleisten und negative Folgen für die Einwohner Kiews abzuwenden. Die aktuelle Energiekrise in der Ukraine macht solche Vorkehrungen umso dringlicher.


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