Kiews Straßen in Eispanzern: Notaufnahmen überlastet.

Kiews Straßen in Eispanzern: Notaufnahmen überlastet
Kiews Straßen in Eispanzern: Notaufnahmen überlastet

Eisglätte legt Kiew lahm

Nach Angaben von Novyny.live: Eine gefährliche Eisglätte auf Gehwegen und Straßen hat in Kiew zu einer kritischen Lage geführt. Die Notaufnahmen sind überfüllt, da sich immer mehr Einwohner der Hauptstadt verletzen. Oberbürgermeister Vitali Klitschko hat zwar zu dringenden Räumungsarbeiten aufgerufen, doch die Situation bleibt unverändert.

Die vereisten Bürgersteige und Wege sind Ursache zahlreicher Unfälle. Im Stadtteil Holossijiw zog sich eine 73-jährige Frau schwere Verletzungen zu. Die Betroffene schildert, dass der Weg zur Notaufnahme aufgrund der Eisdecke kaum zu bewältigen war:

„Es waren keine städtischen Arbeiter vor Ort, und der Weg zur Notaufnahme war wegen der Glätte praktisch unpassierbar.“
Die Lage wird dadurch verschärft, dass in einigen Kliniken die Stromgeneratoren ausfallen, was Röntgenaufnahmen unmöglich macht.

Anwohner weisen zudem darauf hin, dass das nicht geräumte Eis für Menschen mit Behinderungen eine unüberwindbare Hürde darstellt:

„Für Menschen mit Behinderung ist das nicht beseitigte Eis ein unpassierbares Hindernis.“
Auch an Haltestellen des öffentlichen Nahverkehrs sind die Menschen gezwungen, ihre Gesundheit zu riskieren, wenn sie über die spiegelglatten Flächen gehen.

Hinzu kommt der Kontext des anhaltenden Krieges: Am 4. Februar wurde Kiew von russischen Angriffsdrohnen getroffen, was Brände und Schäden an Wohnhäusern zur Folge hatte. Die unmittelbarste und alltägliche Bedrohung für die Bewohner bleibt jedoch die Eisglätte, die nicht nur Verletzungen verursacht, sondern auch den Zugang zu medizinischer Versorgung blockiert.

Kommunale Pflichten in der Winterkrise

Die anhaltende Eislage in Kiew unterstreicht die essentielle Verantwortung der Stadt, Straßen und Gehwege winterfest zu halten. Fehlende Räumungen gefährden die Sicherheit aller, besonders aber von Risikogruppen wie älteren Menschen oder Personen mit eingeschränkter Mobilität.

Die Situation wirft grundsätzliche Fragen nach der Verantwortung der Behörden auf, während der Wintermonate für sichere Verkehrswege zu sorgen.


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