Warum der Wechsel zur Berufsarmee in der Ukraine so schwierig ist – Kim nennt die größten Hürden.
Eine Armee aus Profis: Vertragssoldaten für die Ukraine
Nach Angaben von Novyny.live: Der Leiter der Militärverwaltung der Region Mykolajiw, Vitalij Kim, spricht sich für den Aufbau einer Berufsarmee auf Vertragsbasis in der Ukraine aus. Seiner Ansicht nach hat das Jahr 2022 gezeigt, wie stark der Widerstandswille der Bevölkerung ist – ein klares Zeichen dafür, dass die Qualität des Militärdienstes verbessert und der Übergang zu einer Vertragsarmee vollzogen werden muss. Allerdings, so Kim, sei dieser Prozess mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden, vor allem finanzieller Art.
Schutz für Kriegsveteranen
Laut Kim gibt es in der Ukraine derzeit über 130 Veteranen mit einer durch den Krieg verursachten Behinderung. Angesichts dieser Lage sei es dringend nötig, diesen Menschen einen angemessenen sozialen Schutz und Unterstützung zu gewähren.
„Leider ist das bei uns bislang nicht umgesetzt worden“, betonte er.Er verwies darauf, dass die Bedingungen für Veteranen verbessert werden müssten.
Darüber hinaus hob Vitalij Kim hervor, dass die Finanzierung der ukrainischen Streitkräfte eine große Herausforderung darstellt. Er erklärte:
„Mit dem Geld ist es derzeit sehr schwierig, weil ausländische Partner unsere Streitkräfte nicht finanzieren können.“In diesem Zusammenhang sei zu beachten, dass soziale Absicherung und Hilfe für Veteranen oft nicht über staatliche Stellen, sondern dank der Unterstützung von Unternehmen erfolgen.
Die Lage in der Ukraine erfordert also ein umfassendes Konzept für den Aufbau einer professionellen Vertragsarmee sowie eine angemessene Unterstützung der durch den Krieg geschädigten Veteranen. Die Bedeutung dieser Fragen wächst angesichts der aktuellen Sicherheitsherausforderungen stetig. Eine Berufsarmee könnte die Verteidigungsfähigkeit des Landes deutlich steigern, doch dafür müssen tragfähige Lösungen für die Finanzierung und den sozialen Schutz der Soldaten und Veteranen gefunden werden.
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