Dänemarks Postsymbol verschwindet: Rote Briefkästen wurden in 3 Stunden verkauft.

Dänemarks Postsymbol verschwindet: Rote Briefkästen wurden in 3 Stunden verkauft
Dänemarks Postsymbol verschwindet: Rote Briefkästen wurden in 3 Stunden verkauft

Nach Angaben von ТСН: Die traditionellen roten Briefkästen und Briefträger, die täglich Briefe zustellen, werden allmählich Teil der Geschichte. Das Unternehmen PostNord, das aus der Fusion der Postdienste Schwedens und Dänemarks entstanden ist, ändert seinen Ansatz radikal aufgrund der "schnellen Digitalisierung der Gesellschaft".

Warum ist das passiert

Der dänische Postdienst lieferte seit 1624 Korrespondenz. In den letzten 25 Jahren ist die Menge an Papierbriefen im Land jedoch um mehr als 90% zurückgegangen.

Der Hauptgrund ist, dass Dänemark eines der modernsten digitalen Länder der Welt ist.

  • 97% der Bevölkerung nutzen das System MitID (ähnlich wie die ukrainische "Diia").

  • Alle offiziellen Mitteilungen vom Staat kommen automatisch in "digitale Postfächer".

  • Nur 5% der Bürger wählen Papiermitteilungen vom Staat.

In Anbetracht dessen plant PostNord, 1500 Arbeitsplätze abzubauen und sich ausschließlich auf die Zustellung von Paketen zu konzentrieren, deren Nachfrage aufgrund des Online-Handels steigt.

Hype um die Briefkästen

Ein Symbol des Wandels war der Abbau von 1500 traditionellen roten Briefkästen. Das Unternehmen stellte diese zum Verkauf, und die Ergebnisse übertrafen alle Erwartungen: 1000 Briefkästen wurden in nur drei Stunden verkauft.

Der Preis für das "Souvenir" betrug etwa 235 britische Pfund für gut erhaltene Kästen. Weitere 200 Kästen sollen im Januar versteigert werden.

Wie man jetzt einen Brief verschickt

Obwohl PostNord diesen Service nicht mehr anbietet, wird es weiterhin möglich sein, Papierbriefe zu versenden, da dies gesetzlich vorgeschrieben ist.

Ab dem 1. Januar werden die Aufgaben an das Privatunternehmen Dao übergehen, aber der Prozess wird sich ändern:

  • Es wird keine Straßenbriefkästen mehr geben.

  • Briefe müssen zu einem Partnergeschäft von Dao gebracht oder ein Kurier nach Hause bestellt werden, gegen eine zusätzliche Gebühr.

  • Die Bezahlung der Briefmarken erfolgt online oder über eine App.

Unerwarteter Trend unter den Jugendlichen

Interessanterweise wächst trotz des allgemeinen Rückgangs das Interesse an Papierbriefen bei der Generation Z.

Nach Angaben des Unternehmens Dao senden junge Menschen im Alter von 18-34 Jahren 2-3 Mal mehr Briefe als Vertreter anderer Altersgruppen. Experten erklären dies mit "digitaler Übersättigung": Die Jugend sucht einen emotionalen Gegenpol zu Messenger-Diensten und verwandelt das Schreiben eines Briefes in ein bewusstes, "vintagiges" Ritual.

Es ist auch erwähnenswert, dass "Ukrposhta" einen neuen Tarif für den Versand von Paketen und Dokumenten innerhalb einer Filiale einführt, der verspricht, der günstigste auf dem Markt zu werden - nur 30 Hrywnja für 7 Tage Lagerung. Das Unternehmen bietet den Nutzern auch die Möglichkeit, selbst einen Namen für den neuen Tarif auszuwählen.


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