Peking baut Atomwaffen aus: US-Verteidigungsministerium rechnet bis 2030 mit 1000 Sprengköpfen.

Peking baut Atomwaffen aus: US-Verteidigungsministerium rechnet bis 2030 mit 1000 Sprengköpfen
Peking baut Atomwaffen aus: US-Verteidigungsministerium rechnet bis 2030 mit 1000 Sprengköpfen

Chinas geheime Atomanlagen in der Provinz Sichuan

Nach Angaben von TSN.ua: Im bergigen Hinterland der Provinz Sichuan erweitert China seine nuklearen Kapazitäten. Satellitenaufnahmen zeigen unter anderem einen neuen Komplex im Zitong-Tal sowie mehrere weitere, geheimnisumwitterte Anlagen. Diese massive Aufrüstung des chinesischen Atomarsenals stößt in der internationalen Staatengemeinschaft auf zunehmende Besorgnis.

Das US-Verteidigungsministerium (Pentagon) schätzt, dass China bis Ende 2024 über mehr als 600 nukleare Sprengköpfe verfügen wird. Prognosen zufolge könnte diese Zahl bis zum Jahr 2030 sogar auf etwa 1000 anwachsen. Ein derart rapider Zuwachs stellt eine ernste Herausforderung für die globale Sicherheitsarchitektur und die strategische Stabilität dar.

Historische Wurzeln und bröckelnde Rüstungskontrolle

Die Ursprünge der Anlagen in Sichuan reichen sechs Jahrzehnte zurück; sie entstanden im Rahmen von Mao Zedongs Programm der "Dritten Front". Die Aktualität der chinesischen Aufrüstung wird vor dem Hintergrund bröckelnder Rüstungskontrollabkommen besonders deutlich: Der letzte große Atomwaffenvertrag zwischen den USA und Russland lief am 5. Februar aus. Pekings Ausbau könnte bestehende internationale Vereinbarungen weiter untergraben und neue Anstrengungen zur Gewährleistung der globalen Sicherheit erforderlich machen.

Die wachsende nukleare Schlagkraft Chinas zwingt die internationale Gemeinschaft, insbesondere die traditionellen Akteure der Rüstungskontrolle, zum Umdenken. Sie könnte zu neuen Abrüstungsverhandlungen führen, birgt aber ebenso das Risiko, die Spannungen zwischen den Großmächten weiter anzuheizen. Die Situation unterstreicht die dringende Notwendigkeit, den sicherheitspolitischen Dialog wiederzubeleben, um eine gefährliche Eskalation zu verhindern.


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