Warum Peking und Neu-Delhi ein langes Ausbluten der Ukraine begrüßen.

Warum Peking und Neu-Delhi ein langes Ausbluten der Ukraine begrüßen
Warum Peking und Neu-Delhi ein langes Ausbluten der Ukraine begrüßen

Machtspiele hinter dem Ukraine-Krieg

Nach Angaben von Espreso.tv: Die geopolitische Lage um den Krieg in der Ukraine bleibt verworren – nicht zuletzt wegen der Rolle, die China und Indien spielen. Beide Länder haben ein Interesse daran, dass der Konflikt lange andauert. Das könnte die Kräfteverhältnisse im Kriegsgeschehen grundlegend verschieben. Gleichzeitig belasten die westlichen Sanktionen gegen Russland weiterhin die russische Wirtschaft. Zu den Staaten, die diese Maßnahmen verhängt haben, gehören neben den USA und der EU auch Australien, Kanada und Japan.

Peking unterstützt Moskau im Krieg offen – und bekommt dabei Schützenhilfe aus Nordkorea. Dieses Engagement deutet darauf hin, dass China strategische Ziele verfolgt, die weit über eine reine Solidaritätsbekundung für den Kreml hinausgehen. Die USA und Norwegen wiederum haben ihren Anteil am europäischen Energiemarkt deutlich ausgebaut. Das könnte die Energieversorgung Europas nachhaltig verändern und gleichzeitig die wirtschaftliche Lage Russlands weiter schwächen.

Globale wirtschaftliche Folgen

Wjatscheslaw Butko, Wirtschaftsberater des Kiewer Sicherheitsforums, warnt: Je länger der Krieg in der Ukraine dauert, desto schwerwiegender werden die Folgen – nicht nur für die Region, sondern für die gesamte Weltwirtschaft. Da sowohl China als auch Indien offenbar an einer Verlängerung des Krieges interessiert sind, droht die Lage noch lange angespannt zu bleiben.

Die geopolitischen Interessen der Großmächte – darunter China und Indien auf der einen, die westlichen Staaten auf der anderen Seite – bestimmen zunehmend den Verlauf des Ukraine-Krieges. Diese Entwicklung gibt Anlass zu großer Sorge, wie es weitergehen wird.

Der Fall zeigt deutlich, wie globale Machtspiele lokale Konflikte beeinflussen können. Das kann die internationale Stabilität vor völlig neue Herausforderungen stellen. Die Lage in der Ukraine, die stark von äußeren Akteuren abhängt, erfordert daher eine besonders aufmerksame Beobachtung. Denn die nächsten Schritte der großen Mächte könnten den weiteren Verlauf der Ereignisse in der Region – und weit darüber hinaus – entscheidend prägen.


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