Kolomojskyj: Haft statt Kaution – 60 Tage für 1,1 Milliarden Hrywnja.
Gerichtsurteil gegen Igor Kolomojskyj
Nach Angaben von TSN.ua: Der Bezirksgericht Podil in Kiew hat die Sicherheitsmaßnahmen für den Unternehmer Igor Kolomojskyj geändert. Statt einer Kaution muss er nun für 60 Tage in Untersuchungshaft. Das Gericht setzte die Kaution auf 1,1 Milliarden Hrywnja fest, sollte eine Haftentlassung doch noch in Betracht gezommen werden. Die Entscheidung fiel am 3. März.
Igor Kolomojskyj, geboren am 17. Februar 1963, befindet sich bereits seit über zwei Jahren in Haft. Die ursprünglich geforderte Kaution in Höhe von 1.827.352.580 Hrywnja wurde herabgesetzt. Die Richterin lehnte den Antrag des Angeklagten jedoch klar ab, wie aus ihrer Aussage hervorgeht:
„Der Antrag von Igor Walerijowytsch Kolomojskyj auf Änderung der Sicherheitsmaßnahme von Kaution zu einer persönlichen Verpflichtung wird abgelehnt.“
Bedeutung der gerichtlichen Anordnung
Das Gericht verfügte weiter: „Die Sicherheitsmaßnahme für den Angeklagten Igor Walerijowytsch Kolomojskyj, geboren am 17.02.1963, wird von Kaution auf Haft umgewandelt. Die Haft dauert 60 Tage bis einschließlich 1. Mai 2026.“ Dieser Schritt markiert eine wichtige Entwicklung in einem Verfahren, das in der Ukraine auf großes öffentliches und mediales Interesse stößt.
Die erneute Entscheidung für Haft statt Kaution unterstreicht die Länge und Komplexität des Prozesses. Die Reduzierung der Kautionssumme könnte auf eine veränderte Risikobewertung hindeuten, doch die Fortdauer der Haft zeigt die Ernsthaftigkeit der Vorwürfe. Das Verfahren gegen den einflussreichen Oligarchen wird als Prüfstein für die ukrainische Justiz in Kriegszeiten wahrgenommen. Die aktuelle Entscheidung wird die weitere Verteidigungsstrategie und den Prozessverlauf maßgeblich beeinflussen.
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