Ausgangssperre bleibt bestehen – doch es soll Ausnahmen geben.
Ausnahmen für den Notfall: So soll die Ausgangssperre bei langen Blackouts gelockert werden
Nach Angaben von Novyny.live: Die ukrainische Regierung hält an der nächtlichen Ausgangssperre fest, erwägt aber Lockerungen für den Fall langanhaltender Stromausfälle. Wie Vizepremierminister Oleksij Kuleba mitteilte, wird derzeit ein landesweiter Audit der sogenannten "Punkte der Unerschütterlichkeit" durchgeführt. Diese Notunterkünfte sollen mit zusätzlicher Ausrüstung ausgestattet werden. Hintergrund ist die akute Lage, in der Verbraucher in der Hauptstadt Kiew teils über zwölf Stunden am Stück ohne Strom sind.
Oleksij Kuleba, Vizepremierminister für die Wiederherstellung der Ukraine, betonte, dass die Ausgangssperre weiterhin in Kraft bleibt.
Im Zuge des Audits wurden bereits mehr als 10.000 Standorte dieser Notunterkünfte überprüft. Ein Teil von ihnen soll nun besser ausgerüstet werden, um ihre Funktionsfähigkeit während langer Blackouts sicherzustellen. Die Maßnahme zielt darauf ab, der Bevölkerung in der Energiekrise einen geschützten Raum mit Wärme und Strom zu bieten.
Parallel werden Modelle erarbeitet, um auch privat betriebene Einrichtungen als Notpunkte zu unterstützen. Dabei geht es konkret um die Kompensation von Kosten für Notstromaggregate und Treibstoff. So soll die Verlässlichkeit und flächendeckende Verfügbarkeit dieser lebenswichtigen Anlaufstellen gewährleistet werden.
Die doppelte Herausforderung: Krieg und Energiekrise
Die Diskussion um Ausgangssperre und Stromausfälle spiegelt die zweifache Belastung wider, der die Ukraine ausgesetzt ist: Krieg und eine schwere Energiekrise. Das Festhalten an der Ausgangssperre unterstreicht das Sicherheitsbedürfnis, während die geplanten Ausnahmen und die Stärkung der Notpunkte zeigen, wie der Staat versucht, sich an die extremen Bedingungen anzupassen. Diese Anpassung ist besonders in den kommenden Wintermonaten von entscheidender Bedeutung, um die Folgen der Blackouts für die Zivilbevölkerung abzumildern.
Lesen Sie auch
- Kreml lehnt Gipfeltreffen ab: Putin weist Selenskyjs Friedensappell zurück
- Britischer Premier warnt: Russland könnte NATO bis 2030 angreifen – London rüstet massiv auf
- Regierungsbildung in Rumänien: Eugen Tomac erhält den Auftrag
- US-Skepsis gegenüber Chinas Friedensplan: Ist eine Waffenruhe realistisch?
- Erfolg für ukrainischen Ombudsmann: Russland stimmt Rückkehr von Gefangenen zu – erste 186 in Freiheit
- Erster Meilenstein auf dem Weg nach Brüssel: Was hinter dem EU-Beitritts-Cluster „Grundlagen“ steckt

