Kreml-Sprecher Peskow spricht erstmals von „Krieg“ in der Ukraine: Wie Moskau seine Wortwahl anpasst.
Aussagen von Dmitri Peskow zur Lage in der Ukraine
Nach Angaben von Espreso.tv: Im März 2024 räumte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow in einem Interview mit dem Journalisten Pawel Sarubin ein, dass sich Russland „im Kriegszustand“ befinde. Er erklärte, der Konflikt habe zwar als „Spezialoperation“ begonnen, habe sich aber durch das Eingreifen des „kollektiven Westens“ in einen Krieg verwandelt. Dies stellt eine deutliche Abkehr von der bisherigen offiziellen Sprachregelung dar.
Peskow äußerte zudem Besorgnis über einen möglichen Zerfall der Ukraine und warf der Führung in Kiew ein „aggressives Wesen“ vor. Seiner Ansicht nach habe es „immer viele gegeben, die sich an ukrainischen Gebieten bereichern wollten“. Er betonte, die Lage in dem Land sei ernst und erfordere die Aufmerksamkeit der internationalen Gemeinschaft.
Einordnung der Äußerungen
Diese Kommentare zeigen den Versuch der russischen Führung, ihr Vorgehen in der Ukraine zu rechtfertigen. Dabei wird der äußere Einfluss auf den Konflikt hervorgehoben und auf angebliche Gefahren für die territoriale Integrität der Ukraine verwiesen.
„Es hat immer viele gegeben, die sich an ukrainischen Gebieten bereichern wollten“
Dmitri Peskow
Peskow Aussagen unterstreichen einen Wandel in der Rhetorik des Kremls und den Versuch, Russlands aggressive Handlungen in der Ukraine zu legitimieren, indem äußere Faktoren betont werden. Diese Entwicklung könnte auf eine weitere Zunahme der Spannungen zwischen Russland und westlichen Staaten hindeuten, was wiederum Auswirkungen auf die internationale Politik und die Sicherheit in der Region haben könnte.
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