So berechnet der Staat die Entschädigung für zerstörte Wohnungen in der Ukraine.
Finanzielle Hilfe für zerstörte oder beschädigte Immobilien
Nach Angaben von Novyny.live: Wer in der Ukraine durch den Krieg seine Wohnung oder sein Haus verloren hat, kann dafür eine staatliche Entschädigung beantragen. Die Höhe der Auszahlung hängt von drei Faktoren ab: der Wohnfläche, dem regionalen Quadratmeterpreis und der Art der Immobilie.
Für vollständig zerstörte Gebäude gelten folgende Obergrenzen für die zu entschädigende Fläche:
- Für Wohnungen: maximal 150 Quadratmeter.
- Für private Häuser: maximal 200 Quadratmeter.
Ist die Immobilie nur beschädigt, sind die Entschädigungen gedeckelt:
- Für Wohnungen: bis zu 350.000 Hrywnja.
- Für Häuser: bis zu 500.000 Hrywnja.
Als Berechnungsgrundlage dient ein Quadratmeterpreis, der im Landesdurchschnitt zwischen 34.000 und 36.000 Hrywnja liegt. In Einzelfällen kann der angesetzte Wert jedoch auch auf 20.000 bis 25.000 Hrywnja sinken. Diese Initiative ist Teil der staatlichen Bemühungen, die Lebensgrundlagen der Betroffenen trotz der anhaltenden Kriegshandlungen wiederherzustellen.
So funktioniert die Antragstellung
Die Berechnung und Beantragung der Entschädigung erfolgt ausschließlich über das staatliche Online-Portal 'Dija'. Jewhen Hilin, ein zuständiger Regierungsvertreter, erläutert das Verfahren:
'Die Berechnung der Entschädigung erfolgt durch einen Algorithmus im Portal 'Dija'. Grundlage ist eine Selbsteinschätzung der Person, die den Antrag stellt.' - Jewhen Hilin
Bei dieser Berechnung fließen die gemeldete Wohnfläche und der aktuelle Quadratmeterpreis ein, der durchschnittlich bei 34.000 bis 36.000 Hrywnja liegt.
Ein entscheidender Schritt ist der Nachweis der Zerstörung. Laut Hilin reicht dafür bereits eine bei den Strafverfolgungsbehörden registrierte Meldung über den Beschuss aus:
'Als ausreichender Nachweis kann eine bei den Strafverfolgungsbehörden registrierte Meldung über den Beschuss dienen.' - Jewhen Hilin
Zusammenfassend bietet der ukrainische Staat eine konkrete finanzielle Unterstützung für Kriegsgeschädigte. Der Erfolg hängt jedoch von der korrekten Antragstellung und der Vorlage der erforderlichen Nachweise ab. Dieses Programm ist ein zentraler Baustein für den Wiederaufbau und gibt vielen Betroffenen eine erste Perspektive.
Lesen Sie auch
- Ermittlungen in Odessa: Ex-Mitarbeiter des Rekrutierungszentrums soll Pantoffeln mit den Zähnen tragen müssen
- Demütigung im Odessaer Untersuchungsgefängnis: Ex-Mitarbeiter des Militärkommissariats kriecht vor Gefangenenboss
- Pilotprojekt in Saporischschja: Neue „weiche Fenster“ sollen Schutz vor Explosionen bieten
- Ein Priester mit MBA: Warum die Kirche in sozialen Medien präsent sein muss
- Mai-Zahlungen an Soldaten: Kampfzuschläge zwischen 30.000 und 100.000 Griwna
- Bis zu 12.000 Griwna pro Kind: Neue Hilfen für berufstätige Mütter in der Ukraine

