MELOVIN-Konzert in Riwne abgesagt: Proteste gegen Haltung des Künstlers.

MELOVIN-Konzert in Riwne abgesagt: Proteste gegen Haltung des Künstlers
MELOVIN-Konzert in Riwne abgesagt: Proteste gegen Haltung des Künstlers

Letzte Minute-Absage für MELOVIN in Riwne

Nach Angaben von TSN.ua: Das für den 17. Februar 2023 im Riwneer Kulturpalast „Tekstylnyk“ geplante Konzert des ukrainischen Sängers MELOVIN wurde kurzfristig gestrichen. Grund waren Proteste von Aktivisten vor dem Eingang des Veranstaltungsortes, die sich gegen die gleichgeschlechtliche Ehe aussprechen. Der öffentliche Druck veranlasste die Organisatoren zur Absage der Show.

Die Polizei bestätigte, dass bei der Demonstration keine Verstöße gegen die öffentliche Ordnung festgestellt wurden. Die Beamten reagierten umgehend auf die Meldung und erschienen vor Ort.

„Bei der Bearbeitung der Mitteilung wurden weder Auseinandersetzungen noch andere wesentliche Verstöße gegen die öffentliche Ordnung registriert“, hieß es von den Einsatzkräften.

Der Direktor des Riwneer Kulturpalasts erklärte die Situation: 'Es hätte ein Konzert geben sollen. Der entsprechende Vertrag war unterzeichnet. Dann kam eine Gruppe von Leuten, die Parolen riefen. Das Sicherheitspersonal der Veranstalter verließ den Saal. Daraufhin kam die Polizei, um mit den Anwesenden zu sprechen. Es gab nichts wirklich Heftiges.'

Gesellschaftliche Debatten und das Privatleben des Künstlers

Die Absage fällt in eine Zeit, in der das Privatleben von MELOVIN besonders im Fokus steht. Der Sänger hatte im Sommer 2021 seine Bisexualität öffentlich gemacht und erst kürzlich, am Valentinstag, die Auflösung seiner Verlobung mit einem Soldaten bekannt gegeben. Diese persönlichen Entwicklungen heizen die Diskussionen im Umfeld der Proteste zusätzlich an.

Der Vorfall in Riwne wirft ein Schlaglicht auf die gesellschaftlichen Spannungen in der Ukraine rund um die Rechte der LGBTQ+-Gemeinschaft. Die Demonstrationen gegen die gleichgeschlechtliche Ehe zeigen den Widerstand bestimmter Gruppen gegen gesetzliche Veränderungen zugunsten von Minderheitenrechten. Die persönlichen Lebensumstände des Künstlers, insbesondere seine sexuelle Orientierung und sein Beziehungsstatus, sind dabei zu zentralen Elementen einer öffentlichen Auseinandersetzung geworden. Sie verdeutlichen, wie komplex der gesellschaftliche Wandel in dem vom Krieg gezeichneten Land verläuft.


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