Historischer Meilenstein: Weniger als jeder zehnte Erwachsene in den USA raucht noch.
Rückgang des Tabakkonsums in den USA
Nach Angaben von Vox - Загальний: In den USA hat der Tabakkonsum in den letzten sechs Jahrzehnten drastisch abgenommen, insbesondere unter Erwachsenen. Lag der Anteil der Raucher im Jahr 1965 noch bei 42,4 Prozent, so sank er bis 2024 auf 9,9 Prozent – ein Novum in der Geschichte der Erhebungen, da die Raucherquote damit erstmals unter die Zehn-Prozent-Marke fiel. Zum Vergleich: 1980 rauchte etwa ein Drittel der erwachsenen US-Bürger, und 1997 griff noch mehr als ein Drittel der Highschool-Schüler zur Zigarette.
Maßnahmen zur Tabakkontrolle
Nachdem der US-Gesundheitsminister am 11. Januar 1964 seinen wegweisenden Bericht über die gesundheitlichen Gefahren des Rauchens veröffentlicht hatte, leiteten die Behörden eine Reihe von Schritten zur Eindämmung des Tabakkonsums ein. Dazu gehörten:
- Warnhinweise auf Verpackungen, die 1965 eingeführt wurden;
- ein Werbeverbot für Tabakprodukte im Jahr 1970;
- Gesetze zu rauchfreien Arbeitsplätzen, die ab 1975 in Kraft traten;
- höhere Tabaksteuern sowie Programme zur Raucherentwöhnung.
Diese Initiativen haben zwischen 1964 und 2014 schätzungsweise acht Millionen Menschenleben gerettet.
Gleichzeitig ist jedoch festzuhalten, dass seit 1964 mehr als 20 Millionen US-Amerikaner an den Folgen des Rauchens gestorben sind. Jährlich fordern tabakbedingte Erkrankungen rund 480.000 Todesopfer in den USA. Weltweit war Tabak im 20. Jahrhundert für etwa 100 Millionen Todesfälle verantwortlich. Ein weiterer wichtiger Meilenstein: 1998 einigten sich 46 Generalstaatsanwälte mit den Tabakkonzernen auf einen Vergleich in Höhe von 246 Milliarden Dollar. 2006 stellte ein Richter zudem fest, dass die Tabakindustrie gegen das RICO-Gesetz verstoßen hatte.
Die Bemühungen zur Reduzierung des Rauchens haben sich als wirksam erwiesen, und der Tabakkonsum in den USA sinkt weiterhin.
Der Rückgang der Raucherzahlen in den USA zeigt, wie erfolgreich die langjährigen Maßnahmen von Regierung und zivilgesellschaftlichen Organisationen im Kampf gegen die Tabakabhängigkeit waren. Dieser positive Trend verbessert nicht nur die Gesundheit der Bevölkerung, sondern senkt auch die Gesundheitsausgaben für die Behandlung rauchbedingter Krankheiten. Dennoch bleibt das Problem akut: Die jährliche Zahl der Todesfälle ist weiterhin hoch, weshalb neue Strategien und Initiativen nötig sind, um den Tabakkonsum weiter zu senken.
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