Litauen baut zweiten Reaktorblock von Tschernobyl ab: Fast die Hälfte der Anlagen ist bereits zerlegt.
Rückbau des zweiten RBMK-Reaktorblocks
Nach Angaben von Espreso.tv: Litauen kommt beim Rückbau des zweiten Blocks des Kernkraftwerks mit RBMK-Reaktoren weiter voran – ein zentrales Zugeständnis für den EU-Beitritt des Landes. Aktuell sind bereits 45 Prozent der technischen Ausrüstung demontiert, die vollständige Stilllegung soll bis 2049 abgeschlossen sein. Die Schließung des Kraftwerks war eine grundlegende Voraussetzung für die Integration Litauens in die Europäische Union und geht auf die Verpflichtungen aus dem Jahr 2004 zurück.
Sämtliche Brennelemente der Reaktoren wurden entfernt und werden für 50 Jahre zwischengelagert – dies gewährleistet eine sichere Handhabung und Überwachung des abgebrannten Brennstoffs. Für die langfristige Endlagerung ist jedoch ein tiefengeologisches Endlager erforderlich, das bis 2090 fertiggestellt sein muss.
Herausforderungen beim Rückbau und Umweltschutz
Die Projektverantwortlichen bezeichnen den Rückbau als äußerst anspruchsvoll. Laut Ba užis handelt es sich um die schwierigste Aufgabe, die jedoch weltweit erstmals bewältigt werde. Jolita Mažeikienė ergänzte, dass insgesamt bereits 45 Prozent der Ausrüstung abgebaut seien. Der Prozess ist ein entscheidender Meilenstein für Litauen, das die strengen Sicherheitsauflagen der EU erfüllen muss.
Der Rückbau des zweiten RBMK-Blocks in Litauen dient nicht nur der Erfüllung von EU-Vorgaben, sondern stellt auch einen wichtigen Fortschritt für die ökologische Sicherheit der gesamten Region dar. Die Fertigstellung bis 2049 wird als klares Bekenntnis des Landes zur nuklearen Sicherheit und zur verantwortungsvollen Entsorgung von Brennstoffen gewertet. Die Planung eines tiefengeologischen Endlagers bis 2090 unterstreicht zudem die Ernsthaftigkeit, mit der Litauen die ökologischen Herausforderungen der Kernenergie angeht.
Lesen Sie auch
- Ukrainisches Verteidigungsministerium kündigt bis Jahresende Reform der Streitkräfte mit neuen Gehältern und Entlassungen an
- Der Konflikt im Nahen Osten lenkt Trumps Fokus von der Ukraine ab, sagt der ehemalige Botschafter Shamsur
- In den nächsten Stunden: USA und Iran kurz vor Friedensabkommen
- Selenskyj kündigt entscheidende Woche an: Ukraine erwartet neue Luftabwehrsysteme
- Nur bei Rückkehr zu den Grenzen von 1991: Mejlis-Chef nennt Bedingung für Friedensgespräche
- EU-Führer loben die Reformen der Ukraine, betonen jedoch, dass Tausende von Gesetzen für die Mitgliedschaft erforderlich sind

