Logistikblockade im Süden: Wie Angriffe auf die Krim-Brücke die russische Versorgung lahmlegen.

Logistikblockade im Süden: Wie Angriffe auf die Krim-Brücke die russische Versorgung lahmlegen
Logistikblockade im Süden: Wie Angriffe auf die Krim-Brücke die russische Versorgung lahmlegen

Analyse der russischen Militärlogistik im Süden der Ukraine

Nach Angaben von Espreso.tv: Der Militärexperte Pawlo Lakiitschuk, Kapitän ersten Ranges und Leiter der Sicherheitsprogramme am Zentrum für Globalistik "Strategie XXI", untersucht die Versorgungswege der russischen Streitkräfte in der Südukraine. Sein Fokus liegt auf den Folgen der Attacken auf die Krim-Brücke und die Fähre von Kertsch für den Nachschub an Kriegsmaterial. Diese Angriffe, so Lakiitschuk, hätten die logistischen Routen der Russen massiv erschwert.

Die Krim-Brücke, eine zentrale Versorgungsader, wurde 2023 vom ukrainischen Sicherheitsdienst außer Gefecht gesetzt. Bei dem Anschlag stürzte eine Spannweite der Straßenbrücke ein, während auf der Eisenbahnbrücke Kesselwagen in Flammen aufgingen – ein kritischer Schlag für die Logistik. Diese Ereignisse haben die Fähigkeit der russischen Truppen, Ressourcen im Süden der Ukraine nachzuführen, erheblich beeinträchtigt.

Strategische Schläge und ihre Auswirkungen

Lakiitschuk betont, dass es für die Ukrainer einfacher sei, dem Gegner im Süden eine logistische Blockade aufzuerlegen als im Osten.

"Indem wir diese logistische Blockade für den Feind im Süden aufbauen, erreichen wir dies im Süden leichter als im Osten", so der Experte.
Folglich tragen die Angriffe auf Schlüsselobjekte der Logistik dazu bei, die Handlungsmöglichkeiten der russischen Streitkräfte einzuschränken.

Zu den wichtigsten Nachschublinien der Russen zählen:

  • der Landkorridor;
  • die Kertsch-Route über die Straße von Kertsch.

Lakiitschuk weist zudem darauf hin, dass Russland versucht, die Versorgung über das Asowsche Meer umzuleiten – doch "auch diese Route ist nicht mehr sicher". Dies zeigt, wie sehr die Attacken auf logistische Anlagen die Lage für die russischen Kräfte verkomplizieren. Gleichzeitig verdeutlicht es die wachsende Reichweite ukrainischer Operationen.

Jüngste Schläge, etwa gegen die Ölraffinerie 'Slawneft-JANOS' in Jaroslawl sowie die größte russische Raffinerie in Omsk, belegen laut Lakiitschuk eine Ausweitung der ukrainischen Fähigkeiten, die Besatzerlogistik zu treffen.

"Die jüngsten Angriffe zeigen die Erweiterung der ukrainischen Möglichkeiten, die Logistik der Okkupanten zu attackieren", unterstreicht er.
Dies verschärft die Probleme für das russische Militär zusätzlich.

Zusammengefasst: Die Attacken auf zentrale logistische Elemente wie die Krim-Brücke und Ölraffinerien schmälern Russlands Fähigkeit, seine Truppen im Süden der Ukraine zu versorgen, erheblich. Die Nachschubwege werden zunehmend unsicherer, was die Bedeutung strategischer Schläge für die ukrainischen Streitkräfte im aktuellen Konflikt unterstreicht.

Angesichts der prekären Lage der russischen Logistik demonstrieren die Angriffe auf wichtige Infrastruktur die Wirksamkeit der ukrainischen Strategie gegen den Aggressor. Sie begrenzen nicht nur die Versorgungsmöglichkeiten der Russen, sondern verschieben auch das Kräftegleichgewicht im Süden der Ukraine. Die Fortführung und der Ausbau solcher strategischen Operationen sind für die weitere Stabilität und Sicherheit in der Region offenkundig entscheidend.


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