Russlands Nachschub in der Krim gerät ins Wanken: Gawrilow zeigt Schwachstellen auf.

Russlands Nachschub in der Krim gerät ins Wanken: Gawrilow zeigt Schwachstellen auf
Russlands Nachschub in der Krim gerät ins Wanken: Gawrilow zeigt Schwachstellen auf

Versorgungsengpässe auf der besetzten Halbinsel Krim

Nach Angaben von Espreso.tv: Der ehemalige Generalmajor Wolodymyr Hawrylow hat auf ernste Versorgungsprobleme der russischen Streitkräfte in der besetzten Krim hingewiesen. Dabei hob er die zentrale Rolle der Krim-Brücke hervor und machte auf die Verwundbarkeit der russischen Logistik aufmerksam. Laut Hawrylow sind Russland bei der Reaktion auf die logistische Blockade der Krim enge Grenzen gesetzt – dies könnte weitreichende Konsequenzen für die militärische Versorgung in der Region haben. Die Halbinsel ist für Moskau nicht nur strategisch wichtig, sondern auch eine logistische Achillesferse.

Hawrylow, der zwischen 2022 und 2023 stellvertretender Verteidigungsminister war und zuvor von 2014 bis 2015 die Militärdiplomatische Akademie Jewhen Beresnjak leitete, betonte, dass die Krim-Fähre nach der Operation 'Molotschka' nur noch ein Viertel ihrer ursprünglichen Kapazität besitzt. Damals hatten der ukrainische Sicherheitsdienst SBU gemeinsam mit der Seestreitkräfte SBS vier von fünf Fähren außer Gefecht gesetzt. Dies erschwert den russischen Einheiten die Sicherung ihrer Stellungen zusätzlich.

Lage an der Front

Hawrylow stellte klar, dass es zwei neuralgische Punkte gibt, die besonders leicht getroffen werden können.

„Sobald dort Probleme auftauchen, bricht die gesamte Logistik rund um die Krim praktisch zusammen“, erklärte er.
Seiner Einschätzung nach werden die ukrainischen Fähigkeiten, die militärische Infrastruktur des Gegners anzugreifen, weiter zunehmen. Angesichts der anhaltenden Angriffe hat der Feind seit Tagesbeginn bereits 60 Mal die Stellungen der ukrainischen Verteidigungskräfte attackiert – ein Zeichen für die angespannte Situation.

Die Versorgungslage auf der besetzten Krim bleibt damit prekär, und die Probleme mit der Krim-Brücke könnten Russlands logistische Optionen in der Region massiv einschränken. Hawrylow Aussagen unterstreichen, wie kritisch die Infrastruktur für militärische Operationen im Süden der Ukraine ist, wo die Kontrolle über die Nachschubwege zum entscheidenden Faktor für die weitere Eskalation des Konflikts werden könnte.

  • Die Wahrscheinlichkeit weiterer Versorgungsschwierigkeiten für Russland wächst stetig.
  • Dies könnte ihre Kampffähigkeit in der Region nachhaltig beeinträchtigen.

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