Belarus schaltet die Straßenlaternen ab: Minsker Bürger tappen im Dunkeln nach Hause.

Belarus schaltet die Straßenlaternen ab: Minsker Bürger tappen im Dunkeln nach Hause
Belarus schaltet die Straßenlaternen ab: Minsker Bürger tappen im Dunkeln nach Hause

Lukaschenkos Anordnung zur Straßenbeleuchtung

Nach Angaben von TSN.ua: Alexander Lukaschenko, der sich selbst ernannte Präsident von Belarus, hat eine drastische Maßnahme angeordnet: Die Straßenbeleuchtung im ganzen Land wird reduziert. Die Anweisung, die am 4. Februar erlassen wurde, dient offiziell der Stromersparnis. In der Hauptstadt Minsk stößt diese Entscheidung bereits auf großen Unmut. Viele Einwohner müssen sich seitdem nach 18:00 Uhr im Dunkeln ihren Heimweg bahnen.

Lukaschenko begründete den Schritt damit, dass die Laternen zu spät eingeschaltet würden – erst nach der Hauptverkehrszeit. Die Bürger der Hauptstadt sehen das anders und vergleichen die nun herrschende Dunkelheit mit der in einem Wald. Ein anonymer Minsker brachte es auf den Punkt: 'Ich fahre durch die Stadt, es ist dunkel wie im Wald.'

Reaktionen auf die Verdunkelung

Lukaschenko verschärfte die Rhetorik noch und warnte, dass das Land ohne solche Sparmaßnahmen an den Rand eines Krieges geraten könne.

„Ihr wollt das Land geradewegs in einen Krieg führen“,
so seine drastischen Worte, mit denen er die Lage als ernst darstellte.

Eine andere Stimme kam von Grigori Asarjonok, einem gesellschaftlichen Vertreter, der die neue Situation kommentierte:

„Wir sind jetzt kein Las Vegas mehr, jetzt ist es normal und gut so“
.

Die Verdunkelung der Minsker Straßen hat in der Bevölkerung deutliche Besorgnis ausgelöst. Viele fürchten um ihre persönliche Sicherheit aufgrund der schlechten Sichtverhältnisse. Die deutliche Kritik der Bürger zeigt, wie wichtig ihnen Sicherheit und Komfort im städtischen Alltag sind. Lukaschenkos Verweis auf eine mögliche Kriegsgefahr im Zusammenhang mit der Energiekrise schürt zusätzlich die Spannung und lässt die Menschen über die tatsächliche Lage im Land nachdenken. Solche Vergleiche sind in der belarussischen Öffentlichkeit ungewöhnlich und unterstreichen die Schärfe der aktuellen Debatte.


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