Ungarns Premier bereit für Treffen mit Selenskyj – eine Bedingung steht noch aus.
Mögliches Gipfeltreffen zwischen Kiew und Budapest
Nach Angaben von Espreso.tv: Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán hat seine Bereitschaft signalisiert, sich bereits in der kommenden Woche mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu treffen. Allerdings knüpft er dieses Treffen an eine Vorbedingung: Die technischen Gespräche über die Rechte der ungarischen Minderheit in der Ukraine müssen zuvor abgeschlossen sein. Orbán betonte, dass er einem Gipfel auf höchster Ebene offen gegenüberstehe.
Dialog und Annäherung
Bereits zuvor hatte der ungarische Regierungschef bekräftigt, dass er auch zu einem Treffen mit Selenskyj in Transkarpatien bereit wäre. Darüber hinaus stellte er in Aussicht, den Start von Verhandlungskapiteln für den EU-Beitritt der Ukraine zu befürworten – jedoch nur unter der Bedingung, dass die Forderungen bezüglich der Minderheitenrechte erfüllt werden. Dieser Schritt könnte die angespannten Beziehungen zwischen beiden Ländern entlasten, die zuletzt vor allem wegen des Umgangs mit der ungarischen Minderheit belastet waren.
Die geplante Begegnung ist nicht nur für den bilateralen Dialog von Bedeutung, sondern könnte auch den ukrainischen Kurs Richtung EU-Integration entscheidend voranbringen. Sollten die Bedingungen erfüllt werden, könnten die erwähnten Verhandlungskapitel einen Meilenstein in den Beziehungen zwischen der Ukraine und der Europäischen Union darstellen.
Hintergrund der Gespräche ist das seit Jahren schwelende Thema der Minderheitenrechte, das immer wieder zu Spannungen zwischen Kiew und Budapest geführt hat. Ein erfolgreicher Abschluss der technischen Verhandlungen würde nicht nur den Weg für ein Spitzentreffen ebnen, sondern auch die Chance auf eine Wiederbelebung der bilateralen Zusammenarbeit erhöhen.
Lesen Sie auch
- Neuer Befehl: Russische Armee tarnt Treibstofftransporte als zivile Fahrzeuge
- Erste Hürden für Trump: Gesetzesvorhaben stocken, Konflikt mit Iran dauert an
- Abwahl des Bildungsministers Lisovyi zeichnet sich ab: Das sind die Hintergründe
- Eine von Zaluzhnyi unterstützte Partei führt die Umfragen an, während die meisten Ukrainer Kriegswahlen ablehnen
- Hybrider Krieg in Armenien: Parteichef enthüllt Strategie zu EU und Russland
- Ukrainische Sicherheitsbehörde nimmt Richterin wegen Landesverrats fest: Sie gab FSB-Daten über Asow-Kämpfer weiter

