Atomaufsicht vermittelt Feuerpause für Reparatur am AKW Saporischschja.
Einigung zwischen den Kriegsparteien
Nach Angaben von Novyny.live: Die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) hat eine lokale Waffenruhe zwischen Russland und der Ukraine ausgehandelt. Sie soll Reparaturen an einer lebenswichtigen Reserve-Stromleitung zum ukrainischen Atomkraftwerk Saporischschja ermöglichen. IAEO-Generaldirektor Rafael Grossi gab die Einigung bekannt, die nach der Zerstörung der Leitung am 2. Januar durch Kampfhandlungen dringend notwendig geworden war.
Die Instandsetzung der 330-kV-Leitung soll in den kommenden Tagen beginnen. Grossi erklärte dazu:
„Es wird erwartet, dass die technischen Fachkräfte des ukrainischen Netzbetreibers die Reparaturarbeiten an der 330-kV-Leitung, die am 2. Januar durch Kriegshandlungen beschädigt und abgeschaltet wurde, in den nächsten Tagen aufnehmen werden.“ - Rafael Grossi
Das AKW Saporischschja ist das größte Kernkraftwerk Europas. Seine Sicherheit ist seit der russischen Besetzung im Februar 2022 ein zentrales internationales Anliegen, da ein schwerer Unfall katastrophale Folgen hätte.
IAEO als unverzichtbare Vermittlerin
Die Wiener Behörde arbeitet weiter intensiv mit beiden Seiten zusammen, um die nukleare Sicherheit vor Ort zu gewährleisten und einen Super-GAU zu verhindern. Grossi betonte die Bedeutung der Vermittlung:
„Dieser vorübergehende Waffenstillstand, der vierte, den wir vereinbart haben, zeigt die unersetzliche Rolle, die wir weiterhin spielen.“ - Rafael Grossi
Zudem wurde mitgeteilt, dass an dem zeitweise besetzten Kraftwerk bereits eine andere externe Stromleitung wiederhergestellt werden konnte. IAEO-Experten sind von Wien aus direkt an die Frontlinie gereist, um die anstehenden Reparaturarbeiten zu überwachen.
Die erfolgreiche Vermittlung dieser lokalen Feuerpause ist ein entscheidender Schritt für die Sicherheit des Kraftwerks. Seine strategische Bedeutung für die Energieversorgung der Ukraine und die Risiken im Kriegsverlauf machen jede Störung der Stromversorgung zu einem hochgefährlichen Ereignis. Die direkte Beobachtung durch die IAEO unterstreicht das immense internationale Interesse an der Lage und die Notwendigkeit, die nukleare Sicherheit in der Region unter allen Umständen aufrechtzuerhalten.
Die Einigung zeigt auch, dass in dieser existenziellen Frage selbst unter Kriegsbedingungen ein minimaler Dialog möglich bleibt. Dies könnte ein wichtiges Signal für weitere Verhandlungen zur Stabilisierung der gefährlichen Situation sein.
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