Deutscher Botschafter löst mit Äußerungen zu Sprache und Religion Empörung in Moldau und Rumänien aus.

Deutscher Botschafter löst mit Äußerungen zu Sprache und Religion Empörung in Moldau und Rumänien aus
Deutscher Botschafter löst mit Äußerungen zu Sprache und Religion Empörung in Moldau und Rumänien aus

Kritik am deutschen Botschafter in Moldau

Nach Angaben von 5 канал — Політика: Der deutsche Botschafter in Moldau, Hubert Knirsch, ist wegen seiner Aussagen zur Sprache und Religion Moldaus und Rumäniens in die Kritik geraten. Seine Bemerkungen sorgten in beiden Ländern für Unmut. Knirsch hatte behauptet, die Bewohner dieser Länder teilten weder eine gemeinsame Sprache noch eine gemeinsame Religion. Diese Aussage löste Besorgnis aus, da die rumänische Sprache in der moldauischen Verfassung als Amtssprache verankert ist und das orthodoxe Christentum in beiden Ländern die vorherrschende Religion darstellt.

Reaktionen auf Knirschs Äußerungen

Als Reaktion auf die Kritik äußerten der ehemalige rumänische Präsident Traian Băsescu und der Vorsitzende der Nationalen Moldauischen Partei, Dragoș Galbur, ihren Unmut. Galbur erklärte, dass

„das Land zwei Gegner seiner rumänischen Identität habe – Russland und seiner Meinung nach die deutsche Politik in Chișinău“
.

Knirsch selbst gab an, dass seine Worte während eines Interviews möglicherweise falsch übersetzt worden seien. Das deutsche Außenministerium stellte klar, dass Fragen einer Vereinigung Moldaus und Rumäniens allein von diesen beiden Ländern entschieden werden könnten. Hubert Knirsch war zuvor an der deutschen Botschaft in Moskau tätig und leitete die deutsche diplomatische Vertretung in Georgien. Bereits im Jahr 2020 hatten georgische Nichtregierungsorganisationen ihm politische Voreingenommenheit vorgeworfen.

Dieser Vorfall verdeutlicht, wie sensibel das Thema nationale Identität in Moldau und Rumänien ist, insbesondere vor dem Hintergrund der historischen und kulturellen Verbindungen zwischen den beiden Ländern. Wenn Knirschs Aussagen tatsächlich missverstanden wurden, wirft dies Fragen zu den diplomatischen Beziehungen auf und könnte die Wahrnehmung Deutschlands als Partner in der Region beeinträchtigen. In Zeiten geopolitischer Herausforderungen ist es entscheidend, dass Vertreter von Staaten in ihren Äußerungen Zurückhaltung wahren, um weitere Spannungen zwischen den Ländern zu vermeiden.


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