Großangriff auf die Krim: Brände an Wärmekraftwerken, Luftabwehrstellungen und im Hafen „Kawkas“.
Brände auf der Halbinsel Krim
Nach Angaben von Espreso.tv: In der vergangenen Nacht wurden auf der Krim mehrere Feuer gemeldet, darunter an einem Wärmekraftwerk in Kertsch. Die ukrainischen Streitkräfte greifen regelmäßig militärische Einrichtungen und die Treibstoffinfrastruktur auf der besetzten Halbinsel an. Am Morgen bestätigte sich ein Brand im Kertscher Kraftwerk, wobei ein Tank getroffen wurde. Die Rauchfahne erstreckt sich über eine Länge von 47 Kilometern.
Weitere Brände wurden an anderen Orten registriert. Konkret kam es zu folgenden Ereignissen:
- am Stadteingang von Kertsch, wo sich eine S-300/S-400-Stellung befindet;
- in der Nähe der Siedlung Bagerowo, ebenfalls Standort solcher Flugabwehrsysteme;
- im Hafengebiet von „Kawkas“;
- bei Dschankoj nahe dem Dorf Smaragdowoje.
Explosionen und Einschränkungen auf der Krim
Zusätzlich wurden in der Nacht Explosionen im Gebiet Feodossija registriert. Um 02:00 Uhr gab es Detonationen, um 02:10 Uhr folgte ein Raketenüberflug mit einer Explosion in Feodossija, und zwischen 02:18 und 02:20 ereigneten sich zwei weitere Explosionen im selben Gebiet. Um 02:35 wurde ein Drohneneinschlag nahe Feodossija verzeichnet, um 02:38 traf ein Geschoss in Kertsch im Bereich des Ölterminals ein. Um 03:00 Uhr schoss die russische Luftabwehr eine Drohne über der Siedlung Glasowka ab, und um 04:57 gab es eine weitere Explosion in Jany Kapu.
Seit Anfang 2023 führt die Ukraine gezielte Angriffe auf militärische Ziele und die Treibstoffinfrastruktur auf der Krim durch. Parallel dazu wurden auf der Halbinsel Beschränkungen für den Benzin-Einzelhandel eingeführt: Ab dem 31. Mai 2026 gelten Verkaufsbeschränkungen, und ab dem 21. Juni 2026 wurde der Kraftstoffverkauf an Tankstellen ganz eingestellt. Zudem wurde in Sewastopol ein Verbot von Massenveranstaltungen verhängt.
Diese Entwicklungen zeigen die anhaltenden Kampfhandlungen und die Verschärfung der Lage auf der besetzten Krim. Die Angriffe auf Militäranlagen und die Treibstoffinfrastruktur könnten Teil der ukrainischen Strategie sein, die militärischen Fähigkeiten Russlands in der Region zu schwächen. Die Treibstoffrationierung und das Verbot von Massenveranstaltungen deuten darauf hin, dass die russische Administration versucht, die Kontrolle zu behalten und mögliche Proteste oder Unruhen in der Bevölkerung zu verhindern.
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