Charkiw-Bürgermeister in Davos warnt: Steuer- und Tariferhöhungen im Krieg sind unverantwortlich.

Charkiw-Bürgermeister in Davos warnt: Steuer- und Tariferhöhungen im Krieg sind unverantwortlich
Charkiw-Bürgermeister in Davos warnt: Steuer- und Tariferhöhungen im Krieg sind unverantwortlich

Appell des Charkiwer Bürgermeisters

Nach Angaben von Novyny.live: Bei seinem Auftritt auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos wandte sich Charkiws Bürgermeister Ihor Terechow an die internationale Gemeinschaft. Er machte unmissverständlich klar, dass Erhöhungen von Gebühren für Versorgungsleistungen oder Steuern für Einzelunternehmer in Kriegszeiten nicht zu verantworten seien. Terechow betonte, dass es gerade jetzt darauf ankomme, Schockmaßnahmen zu vermeiden, die die ohnehin schwer belastete Bevölkerung zusätzlich treffen würden.

Wirtschaftliche Stabilität und soziale Absicherung

Der Vorsitzende des Verbands frontnaher Städte und Gemeinden erklärte, Steuererhöhungen während des Krieges seien kontraproduktiv und könnten die wirtschaftliche Stabilität gefährden. Ein besonderes Augenmerk legte er auf die Notwendigkeit, Gehaltserhöhungen für Sozialarbeiter zu finanzieren – ein entscheidender Pfeiler für den Erhalt des sozialen Netzes inmitten der Kampfhandlungen. Dafür, so Terechow, seien Änderungen im ukrainischen Staatshaushalt erforderlich.

Terechow unterstrich, dass der Krieg keine Zeit für Entscheidungen sei, die die Lage der Menschen weiter verschlechtern. Er rief die internationalen Partner dazu auf, diese Fragen ernst zu nehmen. Der ukrainische Volk verteidige heute nicht nur seine Souveränität, sondern auch europäische Werte, die Demokratie und eine auf Recht und Gerechtigkeit basierende internationale Ordnung.

'Gerechtigkeit ist auch eine Waffe. Und heute muss sie für die Ukrainer arbeiten.' — Ihor Terechow

Die Stellungnahmen von Ihor Terechow in Davos heben die Bedeutung internationaler Unterstützung für die Ukraine in Kriegszeiten hervor. Erhöhungen bei Versorgungstarifen und Steuern könnten die ohnehin angespannte sozioökonomische Lage im Land weiter zuspitzen. Der von ihm geforderte Kurs – die Finanzierung des Sozialbereichs und die Unterstützung von Unternehmern – könnte strategisch entscheidend für die Stabilität in den vom Konflikt betroffenen Regionen sein. Solche Maßnahmen sind gerade für eine Frontstadt wie Charkiw, die täglich unter Beschuss steht, von existenzieller Bedeutung.


Lesen Sie auch

Werbung