In England wurde ein Schatz aus dem 7. Jahrhundert gefunden: Gold und Granat aus einem rituellen Mord.

In England wurde ein Schatz aus dem 7. Jahrhundert gefunden: Gold und Granat aus einem rituellen Mord
In England wurde ein Schatz aus dem 7. Jahrhundert gefunden: Gold und Granat aus einem rituellen Mord

Nach Angaben von ТСН: Metalldetektive in England haben einen alten Schatz entdeckt, der aus Gold- und Granatobjekten besteht, die wahrscheinlich vor etwa 1400 Jahren nach einem rituellen Mord in die Erde vergraben wurden.

Schmuck aus Gold und Granat war bei Frauen im England des 7. Jahrhunderts beliebt. Laut der Forscherin Brandl finden Archäologen solche Stücke normalerweise in Gräbern und nicht vergraben an einem Hang.

In der Nähe wurden keine menschlichen Überreste oder andere Artefakte gefunden, was auf eine absichtliche Beerdigung des Schmucks hindeutet. Dies könnte geschehen sein, um ihn zu verstecken, oder im Rahmen eines bestimmten Rituals.

Beschreibung der Funde

Das markanteste Exponat der Sammlung ist ein D-förmiger Anhänger, der etwa 6,7 Gramm wiegt. An seinem unteren Ende befindet sich ein großer Granat, der in eine goldene Fassung eingesetzt ist.

„Die Form der Schale hat eine wichtige symbolische Bedeutung und wird oft mit Fruchtbarkeit assoziiert, wobei sie möglicherweise einen christlichen Unterton trägt. Eine Theorie besagt, dass diese Sammlung aus dem Schatz eines Schmieds stammt“,

— sagte Brandl.

Im 7. Jahrhundert waren die Bestände an Granat erschöpft, und ein umherziehender Juwelier könnte einige antike Schmuckstücke gesammelt haben, um sie zu neuen Accessoires umzuwandeln. Wie sie genau beschafft wurden, bleibt ein Rätsel. In dieser Zeit überfielen Grabräuber oft die Gräber wohlhabender Frauen, um die dazugehörigen Schmuckstücke zu stehlen.

Das Vergraben der Anhänger könnte auch einen rituellen Mordcharakter gehabt haben, bei dem mächtige alte Symbole des elitären Status zu neuen Gegenständen wurden, die keinen Bezug mehr zu ihren ehemaligen Besitzern hatten.

Wir erinnern daran, dass in dem Dorf Rosmaries, Großbritannien, ein Schatz mit bronzenem Schmuck gefunden wurde, der etwa dreitausend Jahre in der Erde lag.

Der Fund der Metalldetektive in England ermöglicht nicht nur ein tieferes Verständnis für den Alltag und die Bräuche der Menschen im 7. Jahrhundert, sondern unterstreicht auch die Bedeutung von Ritualen in ihrer Kultur. Die erhaltenen Schmuckstücke wecken bis heute das Interesse nicht nur von Archäologen, sondern auch von Historikern, da sie die Evolution menschlicher Glaubensvorstellungen und Praktiken über Jahrhunderte hinweg widerspiegeln.


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