Gehaltsvergleich 2026: So viel beträgt der Mindestlohn in der EU – und in der Ukraine.

Gehaltsvergleich 2026: So viel beträgt der Mindestlohn in der EU – und in der Ukraine
Gehaltsvergleich 2026: So viel beträgt der Mindestlohn in der EU – und in der Ukraine

Mindestlöhne im europäischen Vergleich

Nach Angaben von Novyny.live: Die Spanne der gesetzlichen Mindestlöhne in der Europäischen Union ist auch im Jahr 2026 enorm: Sie reicht von 620 Euro monatlich in Bulgarien bis zu stolzen 2.704 Euro in Luxemburg. In der Ukraine liegt der Mindestlohn bei lediglich 173 Euro und damit deutlich unter dem Niveau der allermeisten EU-Staaten. EU-weit beziehen etwa 12,8 Millionen Menschen ein Einkommen auf Basis dieser gesetzlichen Untergrenze.

Die niedrigste monatliche Mindestvergütung innerhalb der EU wird in Bulgarien gezahlt (620 Euro). Das absolute Gegenteil stellt Luxemburg dar, wo Arbeitnehmer mit 2.704 Euro den höchsten garantierten Mindestlohn erhalten. Nur in fünf Ländern der Gemeinschaft liegt diese Lohnuntergrenze über der Marke von 2.000 Euro:

  • Luxemburg
  • Irland (2.391 Euro)
  • Deutschland (2.343 Euro)
  • Niederlande (2.295 Euro)
  • Belgien (2.112 Euro)

Zum Vergleich: In Frankreich sind es 1.823 Euro und in Spanien 1.381 Euro.

Stagnation bei Lohnuntergrenzen

Auffällig ist, dass etwa ein Drittel der EU-Mindestlohnbezieher zwischen Juli 2025 und Januar 2026 keine Gehaltserhöhung erhalten hat. In Belgien, Estland, Griechenland, Spanien, Luxemburg und Slowenien blieb die gesetzliche Untergrenze unverändert. In einigen Mitgliedsstaaten wie Italien, Österreich, Schweden, Dänemark und Finnland existiert überhaupt kein flächendeckender, gesetzlicher Mindestlohn – hier werden Löhne typischerweise durch Tarifverträge geregelt.

Der enorme Abstand zwischen ukrainischen und EU-Mindestlöhnen verdeutlicht die tiefe sozioökonomische Kluft. Die wirtschaftlichen Herausforderungen der Ukraine, auch infolge des Krieges, schlagen sich hier unmittelbar nieder. Um den Lebensstandard der Bevölkerung anzuheben und sich europäischen Standards anzunähern, sind in der Ukraine tiefgreifende wirtschaftspolitische und soziale Reformen unerlässlich. Dies erfordert entschlossenes Handeln von Regierung und Gesellschaft, um langfristig ein menschenwürdiges Leben für alle Bürger zu sichern.


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