Bürgermeister von Wilkowe wegen illegalem Sandabbau verurteilt.

Bürgermeister von Wilkowe wegen illegalem Sandabbau verurteilt
Bürgermeister von Wilkowe wegen illegalem Sandabbau verurteilt

Verurteilung wegen schwerer Untreue

Nach Angaben von Novyny.live: Der Bürgermeister der ukrainischen Stadt Wilkowe, Matwij Iwanow, ist wegen Beihilfe zum illegalen Sandabbau aus der Donau rechtskräftig verurteilt worden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Iwanow durch die rechtswidrige Unterzeichnung von Genehmigungen für 2,8 Hektar Land an der Industriestraße in Wilkowe dem Staat einen erheblichen finanziellen Schaden zugefügt hat.

Hintergründe und Ausmaß des Schadens

Die Genehmigungen für den Sandabbau waren an die Firmen 'Dunaiska hawani' und 'Wiktorii port' vergeben worden. Insgesamt wurden 18.092,44 Kubikmeter Sand illegal abgebaut. Der dadurch entstandene Schaden für den ukrainischen Staat beläuft sich auf exakt 181.802.511,81 Hrywnja. Illegale Ressourcenausbeutung ist in der Ukraine ein weit verbreitetes Problem, das nicht nur den Staatshaushalt, sondern auch sensible Ökosysteme wie das des Donaudeltas bedroht.

Matwij Iwanow gestand seine Schuld ein. Das Strafmaß beträgt drei Jahre Freiheitsentzug, die zur Bewährung ausgesetzt wurden, mit einer Probezeit von einem Jahr. Iwanow muss sich bei der Bewährungsaufsicht melden und darf das Land nur mit Genehmigung verlassen. Nach Rechtskraft des Urteils will er zudem 100.000 Hrywnja an die ukrainischen Streitkräfte spenden. In dem umfangreichen Verfahren wurden insgesamt acht Personen verdächtigt und gegen sie ermittelt.

Das Urteil gegen den Bürgermeister sendet ein deutliches Signal an andere Amtsträger, die Gesetze zum Schutz staatlicher Ressourcen zu beachten. Es unterstreicht die wachsende Entschlossenheit der Justiz, auch bei Umwelt- und Wirtschaftsdelikten durchzugreifen und Verantwortung einzufordern.


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