Moldau kündigt CIS-Gründungsvertrag: Ein strategischer Schritt auf dem Weg in die EU.
Moldau setzt ein klares Signal für Europa
Nach Angaben von UATV: Die Republik Moldau geht entschlossen ihren europäischen Integrationskurs weiter und kündigt zentrale Verträge der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS). Dies ist ein deutlicher Schritt, der das Ziel einer EU-Mitgliedschaft bis zum Jahr 2030 unterstreicht. Das von der moldauischen Regierung initiierte Vorhaben umfasst die Kündigung des Gründungsabkommens der GUS. Litauen, das diesen Schritt unterstützt, verweist dabei auf das durch Russlands Handeln im Raum geschwundene Vertrauen.
Der litauische Präsident Gitanas Nausėda empfing seine moldauische Amtskollegin Maia Sandu in Vilnius. Bei dem Treffen würdigte er die Fortschritte des Landes bei seinen Reformen trotz schwieriger Rahmenbedingungen.
„Wir begrüßen die Fortschritte, die Moldau bei der Umsetzung der Reformen trotz der schwierigen Umstände erzielt hat“, erklärte Nausėda.
Der europäische Weg der Republik Moldau hat nach dem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine zusätzliche Dringlichkeit erhalten.
Wirtschaftliche Effekte und politische Weichenstellungen
Die Vertragskündigung hat auch finanzielle Auswirkungen. Demnach wird der moldauische Staatshaushalt jährlich um 3,1 Millionen Lei entlastet. Das Außenministerium in Chișinău stellt jedoch klar:
„Die Kündigung der Gründungsverträge hat keine Auswirkungen auf diejenigen GUS-Abkommen, die dem Land wirtschaftliche Vorteile bringen.“
Die endgültige Entscheidung über die Kündigung muss noch vom moldauischen Parlament bestätigt werden, dessen Wahl im September 2025 stattfand. Mit ihrer europäischen Orientierung bezieht Moldau auch klar Position zum Krieg in der Ukraine. „Die russischen Angriffe auf ukrainische Städte und die zivile Infrastruktur sind Kriegsverbrechen. Moldau verurteilt sie bedingungslos“, betonte Präsidentin Sandu.
Insgesamt festigt die Republik Moldau durch die Abkehr von der GUS und ihr aktives internationales Auftreten ihre Absicht, Teil der Europäischen Union zu werden. Dieser strategische Schwenk weg von Moskau hin zu Brüssel ist eine direkte Folge der veränderten Sicherheitslage in Osteuropa. Die Unterstützung durch Verbündete wie Litauen unterstreicht die Bedeutung regionaler Solidarität in unsicheren Zeiten.
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