Befana: Wer ist die italienische Hexe, die den Kindern Süßigkeiten und Kohle bringt.
Nach Angaben von ТСН: Befana ist eine der ältesten Figuren des Winterzyklus in Europa. Moderne Italiener betrachten sie als gutherzige Hexe, die den Kindern Süßigkeiten bringt. Sie flog auf einem Besen lange bevor dieses Element zum Symbol der Hexerei wurde, und ihr Aussehen ist traditionell einfach: abgenutzte Kleidung, ein verblasster Schal und ein Korb mit Süßigkeiten auf dem Rücken.
Das Bild der Befana hat jedoch seine Wurzeln in vorchristlicher Zeit. Forscher vergleichen sie mit germanischen und alpinen Wintergeistern – Pergo, Golé und Frau Holle, die von Haus zu Haus zogen, um Ordnung zu halten und die Fleißigkeit der Menschen zu bewerten. Daher beschenkt Befana in Märchen nicht nur, sondern bestraft auch die Faulen.
Süßigkeiten oder Kohle: die Symbolik von Belohnung und Strafe
Die Strumpf, die Kinder über dem Kamin oder Bett aufhängen, dient als eine Art „Bericht“ über das Verhalten des Jahres. brave Kinder erhalten Süßigkeiten, Plätzchen oder kleine Geschenke, während ungehorsame Kinder ein Stück heiße Kohle finden können.
In früheren Versionen der Folklore waren die Strafen wesentlich strenger: Befana konnte Asche oder gar nichts hinterlassen, was auf die Notwendigkeit einer Neubewertung und Erneuerung hinweist. Kohle symbolisiert nicht nur Schuld, sondern auch eine Erinnerung an Selbstverbesserung und Reinigung durch das Feuer des neuen Jahres.
Warum sie in der Nacht vom 6. Januar kommt
Die Epiphanie oder das Dreikönigsfest ist in Italien eng mit vorchristlichen Riten zur Beendigung des Jahres verbunden. Die Nacht vom 6. Januar wurde als der Moment angesehen, in dem das alte Jahr endgültig erlischt und das neue Kraft schöpft. Daher wird das Kommen der Befana zum letzten Ritual der Winterfeiertage, das Reinigung, Prüfung und Segnung des Hauses vereint.
In Rom gibt es immer noch lebhafte Märkte, wo das Bild der Hexe das Hauptsymbol des Festes wird: Figuren, Masken, Spielzeuge und sogar kulinarische Produkte in Form von Befana füllen die Straßen.
Zwischen gespenstischer Vergangenheit und kindlicher Mär
Heute wird Befana hauptsächlich als gute Hexe wahrgenommen, die den Zyklus der Winterfeiertage abschließt. Aber ihr Bild erinnert daran, dass in den winterlichen Traditionen Europas immer zwei Seiten verwoben sind – die helle, die Hoffnung bringt, und die dunkle, die den Menschen auf die Probe stellt und ihn an Verantwortung und Ehrlichkeit sich selbst gegenüber erinnert.
Abschließend sollte man die Dame Metelica aus dem Kinderbuch erwähnt werden: die Herrscherin der Unterwelt und das Echo der großen Göttin des alten Europas.
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