Die wirtschaftliche Krise in Russland wird den Krieg nicht stoppen: Historiker erklärt warum.
Nach Angaben von ТСН: Solange Präsident Wladimir Putin die Illusion des Erfolgs der Besatzungstruppen an der Front hat, wird er den Krieg nicht beenden.
Diese Meinung äußerte der ukrainische und amerikanische Historiker Sergei Plokhy in einem Interview mit Vitaliy Portnikov auf dem Kanal 'Espresso'.
'Die Krise in der Wirtschaft [Russlands] muss nicht unbedingt zu einem Ende der Kampfhandlungen führen. Sie kann tatsächlich das Verlangen zu kämpfen verstärken, um diese Krise im Inneren zu bewältigen', ist er überzeugt.
Laut Plokhy sollte Putins Überredung zum Frieden auf zwei Faktoren basieren: der Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation im Aggressorstaat und der Bewegung der Frontlinie in die vom Kreml gewünschte Richtung.
'Solange Putin die Illusion hat, dass er die Frontlinie bewegen kann, kann man meiner Meinung nach sogar über einen schädlichen Frieden hinwegsehen', sagte er.
Der Historiker nannte das Beispiel des Krieges in Korea, wo die Friedensverhandlungen jahrelang andauerten.
'Faktisch kam der Frieden, als beide Seiten erkannten, dass sie die Frontlinie nicht ernsthaft bewegen konnten. Dass ihre Chancen als Verhandler viel größer waren als als Kämpfer', merkte Sergei Plokhy an.
Der Experte betonte, dass er in Putin kein Verlangen nach Frieden sieht, unabhängig davon, wie oft der Sondergesandte des US-Präsidenten Vitcoff lächelt und wie sehr Jared Kushner sein Image mit seinem Geschäftsansatz unterstützt.
'Ich sehe nicht, dass Putin zustimmt, nur aufgrund einer schlechten Wirtschaft', fasste Plokhy zusammen.
Zur Erinnerung: Der ehemalige Kommandeur der US-Armee in Europa, Militärexperte Ben Hodges, ist der Meinung, dass der Krieg in der Ukraine nur dann enden wird, wenn Putin seine Unfähigkeit zum Sieg erkennt.
Die Worte von Sergei Plokhy unterstreichen die Komplexität der aktuellen Situation und die Unmöglichkeit, schnell Frieden zu erreichen. Solange Putin nicht glaubt, dass seine militärischen Aktionen scheitern könnten, wird es extrem schwierig sein, Gespräche zu erwarten. Die Führung der Ukraine und die internationale Gemeinschaft werden weiterhin die Entwicklungen genau beobachten, da die anhaltende Konfliktsituation die Stabilität in der Region gefährden kann.
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