Fünf Jahre Haft für Betrügerin: Falsche Sanitäterin erschleicht sich per TikTok fast eine Million Hrywnja.

Fünf Jahre Haft für Betrügerin: Falsche Sanitäterin erschleicht sich per TikTok fast eine Million Hrywnja
Fünf Jahre Haft für Betrügerin: Falsche Sanitäterin erschleicht sich per TikTok fast eine Million Hrywnja

Betrug über ein Fake-Profil auf TikTok

Nach Angaben von TSN.ua: Eine Frau muss für fünf Jahre ins Gefängnis. Der Grund: Sie hat über einen gefälschten Account auf TikTok einen Nationalgardisten um über 930.000 Hrywnja (ca. 23.000 Euro) betrogen, indem sie sich als Militärsanitäterin ausgab. Das Urteil fällte das Bezirksgericht Schydatschiw in der Region Lwiw. Solche Fälle zeigen, wie Kriminelle die emotionale Lage in Kriegszeiten schamlos ausnutzen.

So ging der Betrug vonstatten

Ende 2022 erstellte die Frau den Account 'Engelchen der Streitkräfte'. Im Februar 2023 bat sie einen Soldaten zunächst um 15.000 Hrywnja für die Beerdigung eines erfundenen Bruders. In den Folgemonaten März und Mai 2023 lockte sie über 80.000 Hrywnja für einen angeblichen Hauskauf und weitere 35.000 Hrywnja für fiktive Verletzungsbehandlungen aus ihm heraus.

Im Juni 2023 gelangte sie sogar an die Bankkarte des Soldaten und plünderte dessen Konto. Der Gesamtschaden belief sich auf 931.955 Hrywnja. Die verurteilte Frau ist Mutter von drei Kindern, arbeitslos und war bereits früher durch Ordnungswidrigkeiten aufgefallen.

Das Gericht ließ das vorgebrachte 'aufrichtige Bereuen' nicht gelten, da es in der Verhandlung emotionslos und nur pro forma vorgetragen wurde. Die Betrügerin hob das Geld an Automaten in der Siedlung Städtischen Typs Schurawno ab – meist in Summen von 10.000 bis 20.000 Hrywnja – oder ließ sich Beträge von 25.000 bis 30.000 Hrywnja auf ihre eigenen Karten überweisen.

Der Fall ist ein weiteres Beispiel für die zunehmende Internetkriminalität in der Ukraine, bei der Täter soziale Netzwerke gezielt zur Täuschung argloser Bürger einsetzen.

Die Betrugslage in der Ukraine, besonders unter Kriegsbedingungen, zeigt ein wachsendes Risiko für Bürger, Opfer von Schwindlern zu werden.

Der Einsatz moderner Technologien wie sozialer Medien macht Betrug deutlich einfacher. Dieser Vorfall unterstreicht, wie wichtig Vorsicht und kritisches Hinterfragen im Umgang mit Unbekannten im Internet sind.


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