Dollar-Kurs in der Ukraine: Nationalbank erhöht, Wechselstuben senken.
Gegenläufige Entwicklungen am Devisenmarkt
Nach Angaben von Novyny.live: Am 4. Februar 2026 hat die Nationalbank der Ukraine den offiziellen Referenzkurs für den US-Dollar auf 43,1928 Hrywnja angehoben. Parallel dazu zeichnet sich an den privaten Wechselstuben ein gegenläufiger Trend ab: Hier fiel der Verkaufskurs auf 43,23 Hrywnja pro Dollar. Diese widersprüchliche Entwicklung sorgt bei Bürgern und Marktteilnehmern für Verunsicherung.
Zu Handelsbeginn am 4. Februar notierte der Dollar an Wechselstuben noch bei 43,27 Hrywnja im Verkauf und 43,15 Hrywnja im Ankauf. Um 8:00 Uhr lagen die Kurse bei 43,25 Hrywnja (Verkauf) und 43,15 Hrywnja (Kauf). Bis etwa 14:00 Uhr fielen sie dann weiter auf 43,23 Hrywnja im Verkauf und 43,13 Hrywnja im Kauf. Der durchschnittliche Bankenkurs stieg hingegen an und erreichte 43,50 Hrywnja beim Verkauf und 43,00 Hrywnja beim Kauf.
Hintergrund der Marktschwankungen
Bereits im Januar 2026 zeigte sich eine erhöhte Volatilität: Der Hrywnja-Kurs schwächte sich von 42,17 auf 43,41 Hrywnja pro Dollar ab. Im ukrainischen Staatshaushalt für 2026 ist ein durchschnittlicher Jahreskurs von 45,7 Hrywnja veranschlagt, was auf weitere potenzielle Schwankungen hindeuten könnte.
Experten bewerten die Lage.
Oleksij Plotnikow stellt fest: 'Wir haben eine Abwertung, aber sie ist kontrolliert. Die Nationalbank greift ein, die Gold- und Devisenreserven sind so hoch wie nie seit der Unabhängigkeit. Ich denke, das Tempo verlangsamt sich, wir werden kurzfristig nicht die Marke von 44-45 Hrywnja erreichen.'Seiner Prognose nach wird der offizielle Kurs im Februar zwischen 42 und 43 Hrywnja pro Dollar pendeln.
Insgesamt bleibt die Lage am Devisenmarkt dynamisch und von unterschiedlichen Strömungen geprägt. Die Entwicklung muss aufmerksam verfolgt werden, da sie die wirtschaftliche Stabilität des Landes beeinflussen kann. Die von der Nationalbank initiierte Anhebung des Referenzkurses ist ein Versuch, den Markt in volatilen Zeiten zu steuern. Dass die Wechselstuben zeitgleich mit einer Senkung reagierten, zeigt die Komplexität des Marktes. Expertenprognosen deuten auf weitere mögliche Schwankungen hin, was die Notwendigkeit eines sorgfältigen Marktmonitorings und stabilisierender Maßnahmen unterstreicht.
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