Die Einnahmen Russlands aus Öl und Gas könnten sich halbieren: Gründe und Folgen genannt.

Die Einnahmen Russlands aus Öl und Gas könnten sich halbieren: Gründe und Folgen genannt
Die Einnahmen Russlands aus Öl und Gas könnten sich halbieren: Gründe und Folgen genannt

Nach Angaben von ТСН: Es wird erwartet, dass die Einnahmen Russlands aus Öl und Gas im Dezember 2025 nahezu halbiert werden könnten - auf den niedrigsten Stand seit 2020.

Die Hauptgründe dafür sind der Rückgang der Weltmarktpreise für Öl und die Stärkung des Rubels. Laut Reuters könnten die Einnahmen im Dezember etwa 410 Milliarden Rubel betragen, was unter den Prognosen des russischen Finanzministeriums liegt. Dieser Einnahmerückgang erfolgt vor dem Hintergrund fallender Ölpreise auf den Weltmärkten sowie dem Rückgang des Wertes russischer Öle in rubeläquivalenten Beträgen. Gleichzeitig erhöht das Land die staatlichen Ausgaben für Verteidigung aufgrund des Krieges gegen die Ukraine.

Perspektiven der Öl- und Gaseinnahmen im Jahr 2025

Laut Schätzungen von Reuters könnten die Gesamteinnahmen aus Öl und Gas für das Jahr 2025 etwa 8,44 Billionen Rubel betragen, was fast ein Viertel weniger im Vergleich zum Vorjahr ist. Dies liegt auch unter der aktualisierten Prognose des russischen Finanzministeriums im Oktober von 8,65 Billionen Rubel.

Zu Beginn des Jahres erwartete das russische Finanzministerium deutlich höhere Zahlen - 10,94 Billionen Rubel, musste jedoch seine Prognosen aufgrund des Rückgangs der Weltmarktpreise für Öl, der mit Befürchtungen über eine Überversorgung des globalen Marktes verbunden ist, überarbeiten.

Historischer Kontext

Das letzte Mal, dass Russland so niedrige monatliche Einnahmen aus Öl und Gas verzeichnete, war im August 2020, als sie 405 Milliarden Rubel betrugen, aufgrund eines dramatischen Rückgangs der Ölpreise durch die COVID-19-Pandemie.

Früher wurde berichtet, dass der Rabatt auf russisches Öl Urals gegenüber dem Referenzpreis Brent 25,8 US-Dollar erreicht hat, was doppelt so viel ist wie nach der Einführung von US-Sanktionen gegen 'Lukoil' und 'Rosneft'.

Darüber hinaus zwingt der Rückgang der Weltmarktpreise für Öl den Kreml, nach neuen Käufern zu suchen. Indien, sich der geschwächten Position Russlands bewusst, wird größere Rabatte und Zugeständnisse fordern.

So sieht sich die russische Wirtschaft erneut dem Druck externer Faktoren ausgesetzt, die zu einem Rückgang der Einnahmen aus dem Öl- und Gassektor beitragen. Dies könnte erhebliche Auswirkungen auf den Haushalt des Landes und seine Fähigkeit haben, verschiedene Programme, einschließlich militärischer Ausgaben, zu finanzieren. Die Situation auf den Weltmärkten wird es ermöglichen, weitere Schritte Moskaus unter Bedingungen zunehmender wirtschaftlicher Spannungen zu beobachten.


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