Wasserpreise in der Ukraine: Ab Juni steigen die Kosten in vielen Städten drastisch.
Neue Wasserpreise in der Ukraine: Was sich ab Juni ändert
Nach Angaben von Novyny.live: Seit dem 1. Juni 2024 gelten in mehreren ukrainischen Städten deutlich höhere Tarife für die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung. Der Schritt ist notwendig, um die tatsächlichen Kosten dieser Dienstleistungen zu decken. Laut Oleksij Kutscherenko decken die bisherigen Gebühren nur etwa ein Drittel der realen Ausgaben. In Winnyzja etwa steigt der Preis pro Kubikmeter Wasser von 25,5 Hrywnja auf über 81 Hrywnja.
Wie stark die Tarife in anderen Städten angehoben wurden
Die neuen Preise variieren je nach Stadt. Hier eine Übersicht über die aktuellen Kosten pro Kubikmeter:
- Pawlohrad – 113 Hrywnja
- Drohobytsch – 87,30 Hrywnja
- Wosnessensk – 71,44 Hrywnja
- Saporischschja – 69,37 Hrywnja
- Tscherniwzi – 63,56 Hrywnja
In vielen Orten können sich die Kosten für Wasser innerhalb kurzer Zeit verdoppeln oder sogar verdreifachen. Das bedeutet für die Haushalte eine zusätzliche finanzielle Belastung, auf die sie sich rechtzeitig einstellen sollten.
Was bedeutet das für Kiew? Experten rechnen damit, dass die Tarife in der Hauptstadt künftig zwischen 50 und 60 Hrywnja pro Kubikmeter liegen könnten. Auch die Bewohner der Hauptstadt müssen sich also auf deutlich höhere Ausgaben für die Wasserversorgung einstellen.
Stehen in weiteren Städten ähnliche Anpassungen bevor? Angesichts der aktuellen Entwicklung ist mit weiteren Tariferhöhungen zu rechnen. Allerdings gilt für Wärme und Gas weiterhin ein Moratorium, das bis sechs Monate nach Kriegsende in Kraft bleibt. Im Vergleich dazu liegt der einheitliche Strompreis für private Haushalte derzeit bei 4,32 Hrywnja pro Kilowattstunde.
Die neuen Wasserpreise treffen viele Haushalte in einer ohnehin schwierigen wirtschaftlichen Lage. Steigende Kosten für andere Versorgungsleistungen kommen hinzu. Die Behörden sind gefordert, die Bevölkerung rechtzeitig zu informieren und bei der Anpassung an die neuen Gegebenheiten zu unterstützen.
Die Erhöhung der Wasser- und Abwassertarife ist ein weiteres Zeichen für den wirtschaftlichen Druck in der Ukraine, der durch den Krieg und die anhaltende Inflation noch verstärkt wird.
Da viele Familien bereits mit höheren Preisen für Strom und andere Nebenkosten kämpfen, wird die Tarifanpassung zur zusätzlichen Herausforderung. Eine transparente Kommunikation seitens der Stadtwerke und der Regierung ist jetzt besonders wichtig, um den Bürgern Orientierung zu geben.
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