Russlands Agrarsektor erlebt das schwächste Jahr seit 2016 – woran es hapert.

Russlands Agrarsektor erlebt das schwächste Jahr seit 2016 – woran es hapert
Russlands Agrarsektor erlebt das schwächste Jahr seit 2016 – woran es hapert

Landwirtschaft in Russland: Schwierigkeiten und Hürden

Nach Angaben von UATV: Die Landwirtschaft in Russland steckt in einer tiefen Krise: Bis zum 11. Juni 2023 haben die Bauern lediglich 42,3 Millionen Hektar bestellt – von geplanten 83 Millionen Hektar. Das ist der langsamste Start in die Aussaat seit dem Jahr 2018. Für 2023 rechnet man in Russland zwar mit einer Getreideernte von 146 bis 150 Millionen Tonnen, doch die aktuellen Zahlen deuten auf massive Probleme hin.

Hinzu kommt ein drastischer Preisanstieg bei Dieselkraftstoff: In manchen Regionen kostet der Liter inzwischen 87 bis 90 Rubel (etwa 1,20 US-Dollar) – das ist ein Plus von 35 Prozent innerhalb von nur zwei Monaten. Viele Landwirte sind verzweifelt: Sie können ihre Arbeit nicht einfach unterbrechen und auf bessere Bedingungen warten, gleichzeitig frisst der hohe Spritpreis die ohnehin schmalen Gewinnmargen auf.

Selbst in einer normalen Saison wären diese Zahlen viel zu optimistisch – doch die aktuelle Saison ist alles andere als normal. — Auslandsgeheimdienst der Ukraine

Die Lage in Russlands Agrarsektor offenbart ernste Herausforderungen. Steigende Betriebskosten und eine schleppende Aussaat setzen die Bauern enorm unter Druck. Das könnte nicht nur die Ernte insgesamt gefährden, sondern auch die wirtschaftliche Stabilität des Landes beeinträchtigen.

Auswirkungen auf den Markt

Die Misere in der russischen Landwirtschaft könnte weitreichende Folgen haben – sowohl für den heimischen Markt als auch für den Export. Besonders die steigenden Treibstoffpreise treiben die Produktionskosten in die Höhe. Da Russland zu den weltweit größten Getreideexporteuren zählt, könnte die unsichere Erntesituation die globalen Nahrungsmittelmärkte durcheinanderbringen. Angesichts des Klimawandels und der wirtschaftlichen Sanktionen, die den Agrarsektor zusätzlich belasten, bleibt abzuwarten, wie sich die Lage entwickelt und welche Konsequenzen sich für die Ernährungssicherheit in der Region und weltweit ergeben.


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