Hurrikane werden stärker: Wissenschaftler schlagen die Einführung einer neuen Kategorie 6 vor.
Nach Angaben von ТСН: Klimatologen und Meteorologen warnen vor den ernsthaften Folgen der globalen Erwärmung, die zu einer Zunahme der Stärke von Hurrikanen führt. Sie behaupten, dass die gewohnte 5-Punkte-Skala von Saffir-Simpson die wahre Zerstörungskraft dieser Stürme nicht mehr widerspiegelt. Forscher schlagen vor, offiziell eine neue "Kategorie 6" für Hurrikane mit Windgeschwindigkeiten von über 309 km/h einzuführen, da solche Stürme immer zahlreicher werden.
Wenn man von einem Hurrikan der Kategorie 5 spricht, stellt man sich zerstörte Häuser, abgedeckte Dächer und völliges Chaos vor. Dies ist die höchste Kategorie auf der Saffir-Simpson-Skala und signalisiert eine erhebliche Gefahr. Wissenschaftler sind jedoch der Ansicht, dass es an der Zeit ist, eine neue, schreckliche Gradierung – Kategorie 6 – einzuführen.
Warum die alte Skala unzureichend ist
In der Ukraine werden Hurrikane anhand einer Skala von 1 bis 5 klassifiziert, die sich auf die maximal mögliche Windgeschwindigkeit stützt. Um in den elitären "Club" der Kategorie 5 aufgenommen zu werden, muss ein Hurrikan Windgeschwindigkeiten von 252 km/h oder mehr aufweisen. Solche Stürme gelten als "katastrophal" und können Gebiete über längere Zeit unbewohnbar machen.
Doch in Kategorie 5 gibt es keine obere Grenze. Das bedeutet, dass ein Hurrikan mit einer Geschwindigkeit von 260 km/h in die gleiche Kategorie fällt wie ein Monster mit 320 km/h, trotz des erheblichen Unterschieds in ihrer Zerstörungskraft. Forscher sind der Ansicht, dass solche Stürme so weit gegangen sind, dass sie einfach als "Fünfer" eingestuft werden, die Menschen in die Irre führen.
Was ist "Kategorie 6"?
Wissenschaftler schlagen vor, einen neuen Schwellenwert festzulegen. Eine Studie des Lawrence Berkeley National Laboratory und der University of Wisconsin-Madison zeigte, dass seit 2013 mindestens fünf Hurrikane Windgeschwindigkeiten von über 309 km/h aufwiesen. Es wird vorgeschlagen, diesen Wert als Grundlage für die hypothetische 6. Kategorie zu verwenden.
Diese Ideen sind nicht nur Spekulationen. Superstürme werden immer alltäglicher, und neue Studien weisen auf die Ausweitung der Zonen hin, in denen sich solche mächtigen Hurrikane bilden. Die größte von ihnen befindet sich im westlichen Pazifik, östlich der Philippinen, wo warmes Wasser nicht nur an der Oberfläche, sondern auch in der Tiefe vorhanden ist und den Stürmen ständige Energie liefert und sie am Abkühlen hindert. Wissenschaftler schätzen, dass 60-70% dieser Ausdehnung durch den Klimawandel aufgrund menschlicher Aktivitäten verursacht werden.
Wird das das Problem lösen?
Innerhalb der Expertenmeinungen gehen die Meinungen auseinander. Befürworter der neuen Kategorie, wie Professor I-I Lin, sind der Ansicht, dass die offizielle Anerkennung der 6. Kategorie helfen wird, Schutzmaßnahmen besser zu planen und die Ernsthaftigkeit der Bedrohung zu unterstreichen. James Kossin, Mitautor einer Studie mit Ausblick auf das Jahr 2024, betont, dass dies das Bewusstsein für die Risiken der globalen Erwärmung erhöhen wird, da die Gefahr von Windstürmen, die derzeit als "Kategorie 5" eingeordnet werden, weiterhin zunehmen wird.
Es gibt jedoch auch Skeptiker. Sie erinnern daran, dass der Wind nicht der einzige Gefährdungsfaktor ist. Professor Jennifer Collins von der University of South Florida hebt hervor, dass die Menschen oft nur auf die Windkategorie achten und die Gefährdung durch Überschwemmungen ignorieren. Zum Beispiel landete Hurrikan "Katrina" als Sturm der Kategorie 3, aber es war die Sturmflut, die katastrophale Folgen hatte.
Daher könnte "Kategorie 6" möglicherweise nicht alle Problematiken im Hinblick auf die Warnung der Bevölkerung lösen, jedoch wird sie ein wichtiges Signal sein: Das Klima hat sich verändert, und die alten Regeln sind nicht mehr zutreffend.
Es sei daran erinnert, dass Kalifornien schwere Regenfälle erlebte, die massive Überschwemmungen und Schlammlawinen verursachten.
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