Bestechungsvorwürfe gegen Abgeordneten Kusminich: 558.000 Griwna Schmiergeld.
Der Fall Serhij Kusminich
Nach Angaben von Espreso.tv: Gegen Serhij Kusminich, ein Mitglied der Werchowna Rada, wird wegen Amtsmissbrauchs und Bestechlichkeit im Jahr 2022 ermittelt. Er kandidierte im 67. Wahlkreis der Region Schytomyr für die Partei ‚Diener des Volkes‘ und ist auch für wohltätige Aktivitäten bekannt. Das Verfahren gegen ihn läuft seit 2022, die Verjährungsfrist für eine strafrechtliche Verfolgung endet im Januar 2027.
Kusminich begann seine politische Laufbahn nach 2019, als er für die Partei ‚Diener des Volkes‘ im 67. Wahlkreis in der Region Schytomyr ins Parlament einzog. Im Januar 2022 nahm er 558.000 Griwna Bestechungsgeld an, was 30 % des Vertragswerts für die Beschaffung eines Ultraschalldiagnostiksystems entsprach. Der Gesamtwert von zwei weiteren Verträgen über die Lieferung medizinischer Geräte übersteigt 38 Millionen Griwna.
Finanzielle Aspekte seiner Tätigkeit
Das Ermittlungsverfahren gegen Kusminich wurde 2022 eingeleitet, und die Frist für eine strafrechtliche Verfolgung läuft im Januar 2027 ab. Im Jahr 2025 verdiente Kusminich in der Werchowna Rada über 805.000 Griwna, und der Staat erstattete ihm jährlich mehr als 1 Million Griwna an Auslagen. Zudem verdiente seine Frau Olena Kusminich im Jahr 230.000 Griwna an der Polesischen Nationaluniversität.
Der Abgeordnete fährt einen Geländewagen Toyota Land Cruiser Prado Baujahr 2021, und seine Familie besitzt 25 % einer 55,8 m² großen Wohnung in Schytomyr. Auf Kusminichs Konten befinden sich 9.200 US-Dollar Bargeld sowie 96.000 Griwna gemeinsame Ersparnisse. Die Situation um Serhij Kusminich und seine Aktivitäten stößt auf großes öffentliches Interesse, insbesondere angesichts der Anschuldigungen wegen Amtsmissbrauchs.
Der Fall Kusminich ist im Kontext der Korruptionsbekämpfung in der Ukraine von Bedeutung, da die Vorwürfe des Amtsmissbrauchs und der Bestechlichkeit die Ethik und Transparenz des Handelns von Amtsträgern infrage stellen.
Die Einleitung von Strafverfahren gegen Abgeordnete kann ein Signal an die Gesellschaft sein, dass eine Kontrolle der Tätigkeit von Staatsbediensteten notwendig ist. Es ist anzumerken, dass die Verjährungsfristen, die 2027 enden, die Bedeutung des weiteren Fortgangs dieses Verfahrens und die möglichen Konsequenzen für Kusminichs politische Karriere unterstreichen.
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