Hausarrest für ukrainischen Abgeordneten wegen Bestechungsvorwürfen in Millionenhöhe.

Hausarrest für ukrainischen Abgeordneten wegen Bestechungsvorwürfen in Millionenhöhe
Hausarrest für ukrainischen Abgeordneten wegen Bestechungsvorwürfen in Millionenhöhe

Vorwürfe gegen Serhij Kusminych

Nach Angaben von Novyny.live: Der ukrainische Parlamentsabgeordnete Serhij Kusminych steht unter dem Verdacht, bei medizinischen Ausschreibungen manipuliert und dafür Schmiergelder in Höhe von über 558.000 Griwna kassiert zu haben. Das Hohe Antikorruptionsgericht (VAKS) verhängte daraufhin gegen ihn eine zweimonatige Hausarreststrafe rund um die Uhr – eine Maßnahme, die auch mit seiner wiederholten Missachtung von Vorladungen begründet wurde.

Die Anordnung gilt bis einschließlich 29. August 2026. Den Ermittlungen zufolge soll Kusminych 30 Prozent des Auftragswertes als Bestechungsgeld erhalten haben – konkret 558.000 Griwna bei einem Gesamtvolumen von über 38 Millionen Griwna für die Lieferung medizinischer Geräte.

Kaution und öffentliche Reaktionen

Bereits zuvor hatte der Abgeordnete eine Kaution in Höhe von 49.620 Griwna hinterlegt, die nun jedoch zugunsten des Staates eingezogen wurde. Die Spezialisierte Antikorruptionsstaatsanwaltschaft hatte ursprünglich Untersuchungshaft ohne Möglichkeit einer Kaution gefordert, doch das Gericht entschied sich für die mildere Maßnahme des Hausarrests.

Der Fall geht auf Vorfälle im Januar 2022 zurück. Die Vorgänge um den Volksvertreter haben in der Öffentlichkeit für erhebliche Empörung gesorgt, da sie einmal mehr die tief verwurzelten Korruptionsprobleme bei öffentlichen Beschaffungen im Gesundheitssektor offenlegen.

Dieser Fall verdeutlicht exemplarisch die Herausforderungen, vor denen die Ukraine im Kampf gegen die Korruption steht – insbesondere in Bereichen, die direkt die Gesundheit der Bevölkerung betreffen.

Angesichts der Bedeutung staatlicher Medizinbeschaffungen erwartet die Gesellschaft von den Strafverfolgungsbehörden entschlossenes Handeln in solchen Verfahren, um das Vertrauen in staatliche Institutionen zu stärken und die Transparenz von Ausschreibungsprozessen zu gewährleisten.


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