Sumy-Region: Grenzdörfer verlieren zwei Drittel ihrer Bewohner.
Sumy-Region: Grenzdörfer verlieren zwei Drittel ihrer Bewohner
Nach Angaben von Novyny.live: Die an der Grenze gelegenen Dörfer in der Region Sumy sind massiv von den Kriegsfolgen betroffen. In der Gemeinde Welyka Pyssariwka ist die Einwohnerzahl von 10.200 auf nur noch 3.000 Menschen gesunken. Mehr als 7.000 Menschen haben die Region verlassen, was das Leben der Zurückgebliebenen tiefgreifend verändert hat. Die anhaltende militärische Aggression hat diese massive Abwanderung ausgelöst.
Zerstörte Infrastruktur und ein Leben am Limit
Die Dörfer liegen teilweise in Trümmern. Viele elementare Versorgungseinrichtungen sind seit Jahren außer Betrieb, was den Alltag extrem erschwert. Besonders kritisch sind:
- Tankstellen, die seit über zwei Jahren zerstört sind;
- fehlende Bankfilialen und Geldautomaten, was selbst einfache Finanzgeschäfte zum Problem macht.
Die Renten werden dennoch planmäßig über die Post ausgezahlt. Die Lage ist so angespannt, dass 2024 eine zwangsweise Evakuierung von Familien mit Kindern aus der Region begann – ein deutliches Alarmsignal.
Die Bewohnerin Ljudmyla Birjukowa beschreibt die Situation: 'Unsere Tankstellen sind seit über zwei Jahren zerstört, die Banken arbeiten nicht, und es gibt keine Geldautomaten.'
Diese Aussage unterstreicht die prekären Lebensumstände, die ein schnelles Handeln erfordern, um die verbliebene Bevölkerung zu halten und eine Perspektive für die Region zu schaffen. Die Region Sumy steht exemplarisch für die verheerenden Auswirkungen des Krieges auf die Zivilbevölkerung. Der massive Bevölkerungsrückgang und die zerstörte Infrastruktur zeigen, wie dringend Stabilisierungsmaßnahmen nötig sind. Die erzwungene Evakuierung von Familien zeigt, dass sich die Lage weiter zuspitzt und sowohl staatliche als auch internationale Unterstützung für einen Wiederaufbau benötigt wird.
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