2000-Griwna-Schein mit Stus-Gesicht: NBU kündigt Starttermin an und überrascht mit Schriftart-Entscheidung.
Neue Banknote kommt in Umlauf
Nach Angaben von Espreso.tv: Die ukrainische Nationalbank hat bestätigt, dass am 4. September 2026 ein neuer 2000-Griwna-Schein eingeführt wird. Die Banknote ist dem Dichter, Menschenrechtler und Dissidenten Wassyl Stus gewidmet. Zuvor hatte es in Fachkreisen eine Debatte über die Gestaltung der Wertzahl gegeben. NBU-Chef Andrij Pyschnyj erklärte, man habe sich aus moralischen Gründen gegen eine bestimmte Schriftart entschieden.
Diskussion um Stil und Ästhetik
Bereits 2019 hatten Bohdan Hdal und Andrij Schewtschenko kritisiert, dass eine Raubkopie der Schrift Bickham Script verwendet worden sei. Dies löste eine grundsätzliche Diskussion über Stil und Ästhetik neuer Geldscheine aus. Pyschnyj wies zudem darauf hin, dass die kalligrafische Gestaltung auf eine Anpassung zurückgehe, die einst von einer russischen Designerin vorgenommen worden sei – was weitere ethische Fragen zur Nutzung solcher Elemente bei ukrainischen Banknoten aufwarf.
Die Nationalbank rief die Fachwelt zu mehr Sorgfalt bei Designfragen auf, insbesondere mit Blick auf die Rückseite des 2000-Griwna-Scheins. Der Fall verdeutlicht, wie wichtig ethische Überlegungen bei der Gestaltung nationaler Währungen sind – schließlich sollen sie die kulturellen Werte des Landes widerspiegeln.
Die Einführung der neuen 2000-Griwna-Banknote zu Ehren von Wassyl Stus ist ein bedeutender Schritt zur Anerkennung seines Beitrags zur ukrainischen Kultur und Menschenrechtsarbeit. Der Verzicht auf bestimmte Schriftarten zeigt, dass ethische Standards im Banknotendesign zunehmend an Bedeutung gewinnen – ein Trend, der künftige Projekte in diesem Bereich prägen dürfte. Zugleich wird deutlich, dass die Nationalbank bereit ist, Expertenmeinungen und gesellschaftliche Diskussionen in ihre Entscheidungen einzubeziehen.
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