Peking fordert drastischen Preisnachlass: Verhandlungen über „Power of Siberia 2“ festgefahren.

Peking fordert drastischen Preisnachlass: Verhandlungen über „Power of Siberia 2“ festgefahren
Peking fordert drastischen Preisnachlass: Verhandlungen über „Power of Siberia 2“ festgefahren

Stockende Gespräche um die Gaspipeline „Power of Siberia 2“

Nach Angaben von Espreso.tv: Die Verhandlungen zwischen Russland und China über die Gaspipeline „Power of Siberia 2“ sind ins Stocken geraten. Grund dafür ist die Forderung Chinas, den Preis für russisches Gas auf etwa 50 US-Dollar pro tausend Kubikmeter zu senken. Dieser Schritt hat dazu geführt, dass Peking die Gespräche über das seit über einem Jahrzehnt laufende Projekt vorerst abgebrochen hat.

Die chinesische Seite hat deutlich gemacht, dass sie die Diskussionen über die Pipeline nicht wieder aufnehmen wird, solange Moskau nicht auf die neuen Bedingungen eingeht. Im Kern verlangt China eine Reduzierung des Gaspreises um etwa das Fünffache im Vergleich zu dem, was es derzeit für russisches Gas zahlt. Zum Vergleich: Die Kosten für andere internationale Kunden des Gaskonzerns Gazprom liegen sogar achtmal höher, was den Druck auf die russische Seite weiter erhöht.

Aussichten für das Projekt

Berichten zufolge hatten Präsident Wladimir Putin und Gazprom-Chef Alexei Miller im Jahr 2025 die Unterzeichnung eines Memorandums verkündet, doch die chinesische Seite bestätigte dies nicht. Im selben Jahr unterzeichnete Russland eine Vereinbarung zum Bau der Pipeline „Power of Siberia 2“, deren Kosten auf 25 Milliarden US-Dollar geschätzt werden. Allerdings gelang es Putin im Mai 2026 nicht, den chinesischen Präsidenten Xi Jinping von der Pipeline zu überzeugen – ein deutliches Zeichen für die tiefen Meinungsverschiedenheiten zwischen beiden Ländern.

Die Zukunft des Projekts „Power of Siberia 2“ bleibt daher ungewiss, da China auf einem massiven Preisnachlass besteht, während Russland bislang nicht bereit ist, diese Bedingungen zu akzeptieren. Diese Frage wird zweifellos die künftige Energiekooperation zwischen den beiden Nationen beeinflussen.

Die Verzögerung bei den Gesprächen über die Gaspipeline unterstreicht die Komplexität der Energiebeziehungen zwischen Russland und China. Die chinesische Forderung nach niedrigeren Preisen könnte auf eine Neuausrichtung der Energiepolitik in Peking hindeuten, da das Land nach alternativen Bezugsquellen sucht und seine Kosten senken möchte. Sollten die Parteien keinen Kompromiss finden, könnte dies Russlands langfristige Pläne für Gasexporte nach China gefährden und letztlich Auswirkungen auf den globalen Energiemarkt haben.


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