Nach öffentlicher Debatte: Ukrainische Nationalbank ändert Schriftart auf der 2000-Griwna-Note mit Stus-Porträt.

Nach öffentlicher Debatte: Ukrainische Nationalbank ändert Schriftart auf der 2000-Griwna-Note mit Stus-Porträt
Nach öffentlicher Debatte: Ukrainische Nationalbank ändert Schriftart auf der 2000-Griwna-Note mit Stus-Porträt

Anpassung der Schriftgestaltung bei der neuen Banknote

Nach Angaben von Мінфін — Крипто/Фінанси: Die Nationalbank der Ukraine hat eine Überarbeitung der Schriftart auf der neuen 2000-Griwna-Banknote angekündigt, die das Konterfei des ukrainischen Dichters Wassyl Stus trägt. Auslöser dafür war eine öffentliche Diskussion über die stilistische Ähnlichkeit der ursprünglich gewählten Schrift mit einer inoffiziellen kyrillischen Adaption. Die neue Banknote soll planmäßig am 4. September 2026 in den Umlauf gebracht werden.

Zum Einsatz kommt nun eine Schrift, die als offizielle kyrillische Version des Bickham Script fungiert. Diese Schrift wurde erstmals 2016 vorgestellt; ihre Anpassung an das kyrillische Alphabet soll eine präzisere Wiedergabe kultureller und nationaler Besonderheiten ermöglichen. Das Design der neuen Scheine wird von Künstlern der ukrainischen Nationalbank in einer speziellen, manipulationssicheren Software erstellt. Um einen Höchstmaß an Fälschungssicherheit zu gewährleisten, zeichnen die Grafiker jeden einzelnen Buchstaben von Hand – ein Beleg für die akribische Herangehensweise bei der Entwicklung der neuen Zahlungsmittel.

Kulturelle Abgrenzung und nationale Identität

Der Chef der ukrainischen Nationalbank, Andrij Pyschnyj, betonte die Bedeutung einer Schrift, die keinerlei Assoziationen mit der russischen Kultur weckt. Er unterstrich dies mit den Worten:

„Kein russischer Schatten darf auf einer Banknote mit einem Dichter liegen, den Russland getötet hat“
– Andrij Pyschnyj. Diese Aussage verdeutlicht das Bestreben, durch das Design der neuen Banknoten klare kulturelle Grenzen zu ziehen und die nationale Identität zu betonen. Die Einführung des Stus-Scheins ist somit nicht nur eine Würdigung der nationalen Kultur, sondern auch ein Statement für den ukrainischen Anspruch auf Selbstbehauptung unter schwierigen historischen Gegebenheiten.

Die Wahl einer Schrift, die russische Bezüge vermeidet, ist Teil einer umfassenderen Strategie der kulturellen Erneuerung. Sie unterstreicht den Wunsch nach Unabhängigkeit in allen Bereichen, einschließlich des Finanzwesens. Darüber hinaus könnte die Einführung der neuen Banknoten einen wichtigen Schritt im Kampf gegen Fälschungen darstellen, ein Thema, das in der heutigen Zeit von großer Relevanz ist.


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