Philologen erklärten, warum Masha nicht die ukrainische Anrede für Maria ist.
Nach Angaben von ТСН: Der Name Maria bleibt eines der beliebtesten Namen sowohl in der Ukraine als auch weltweit über viele Jahre hinweg. Er hat tiefe historische Wurzeln und eine kraftvolle Energie. Doch im Alltag verwenden die Ukrainer oft Varianten, die unserer Sprache nicht ganz entsprechen, und vergessen die Fülle einheimischer Entsprechungen.
Warum „Masha“ nicht auf Ukrainisch ist
In der Ukraine hört man häufig die Anrede „Masha“, „Mашуня“ oder „Marisha“. Doch Philologen weisen darauf hin, dass diese Formen eine Übertragung aus der russischen Sprache sind. Die Suffixe, die Namen wie Dasha, Glasha, Sasha, Misha bilden, stammen aus der russischen Morphologie.
Die ukrainische Sprache hat ein eigenes, außergewöhnlich reiches Arsenal an Kosenamen für den Namen Maria, die zärtlichkeit und Nähe ohne Entlehnungen gelungen wiedergeben.
Wie man auf Ukrainisch zu Maria spricht
In unserer Sprache gibt es viele melodische Varianten, die man im täglichen Gespräch verwenden sollte:
Marichka;
Marijka;
Marusya;
Marichenka;
Maricheyka;
Manja;
Marunya;
Marunichka.
Diese Formen sind tief im ukrainischen Volkstum und in der Literatur verwurzelt. Zum Beispiel ist der Name Marusya in dem bekannten Volkslied „Oй не ходи, Грицю“ besungen, und Marichka wurde zum Symbol der Liebe dank des beliebten Hits „Oй, Марічко, чічері“. Zudem ist die Variante Maricheyka sogar auf der geografischen Karte verzeichnet – so heißt ein hochgelegenes See in den Karpaten.
So sollten wir beim Wählen, wie wir eine vertraute Person ansprechen, daran denken, dass ukrainische Kosenamen nicht nur den Namen schmücken, sondern auch unsere kulturelle Identität bewahren.
Wir erinnern daran, dass gemäß den Normen der ukrainischen Rechtschreibung die korrekte Form des Vatersnamens für den Namen Igor Igorjovych ist. Die Varianten Igorovych und Igorovich werden heute als fehlerhaft angesehen aufgrund der grammatischen Besonderheiten des Namens, der zur weichen Gruppe gehört.
Für Frauen bleibt die normative Form Igorivna, während andere Vatersnamen wie Hryhorovych oder Mykolayovych historisch in der Sprache verankert sind und keine Änderungen unterliegen.
Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass die Verwendung traditioneller Namensformen nicht nur das kulturelle Erbe bewahrt, sondern auch dazu beiträgt, die sprachliche Eigenart zu stärken. Kosenamen wie Marichka oder Marisya schaffen eine Atmosphäre von Wärme und Nähe, die für die ukrainische Kommunikation immer charakteristisch war. Daher ist es ratsam, bei der Ansprache von Verwandten unserer authentischen Sprache den Vorzug zu geben.
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