Großangriff mit Drohnen: Ukraine meldet 118 abgeschossene Flugkörper an elf Orten.
Bilanz der russischen Drohnenangriffe in der Nacht
Nach Angaben von Espreso.tv: Am 23. Juni haben die ukrainischen Luftstreitkräfte die Ergebnisse der nächtlichen Angriffe durch russische Drohnen veröffentlicht. Demnach wurden Einschläge an elf verschiedenen Stellen registriert, während die Luftabwehr insgesamt 118 unbemannte Fluggeräte unschädlich machen konnte. Russland setzte dabei Kampfdrohnen vom Typ Shahed, ‚Gerbera‘ und ‚Italmas‘ ein, aber auch täuschende Modelle der Kategorie ‚Parodija‘. Die Drohnen starteten aus mehreren Regionen, darunter Orjol, Kursk, Brjansk, Primorsko-Achtarsk und Millerowo.
Bis 8:00 Uhr morgens am 23. Juni hatte die ukrainische Flugabwehr 118 Drohnen neutralisiert. Insgesamt kam es während der Angriffe zu 221 Gefechtskontakten, wobei der Gegner 80 Luftschläge durchführte und 261 gelenkte Bomben abwarf. Im Laufe des Tages setzten die russischen Streitkräfte zudem 9591 Kamikaze-Drohnen ein und verzeichneten 2957 Beschießungen – ein Beleg für die hohe Intensität der feindlichen Aktivitäten.
Verluste und angegriffene Abschnitte
Die Verluste der russischen Invasoren beliefen sich in diesem Zeitraum auf 1390 Soldaten. Die ukrainischen Verteidigungskräfte zerstörten:
- 7 gepanzerte Kampffahrzeuge
- 74 Artilleriesysteme
- 1 Raketenwerfer (Mehrfachraketenwerfer)
- 7 Bodenroboter-Komplexe
- 1851 unbemannte Luftfahrzeuge
- 626 Fahrzeugeinheiten
- 8 Spezialfahrzeuge
Die angegriffenen Frontabschnitte umfassten:
- Nördlich-Sloboschanskyj
- Kursk
- Südlich-Sloboschanskyj
- Kupjansk
- Lyman
- Slowjansk
- Kramatorsk
- Kostjantyniwka
- Pokrowsk
- Oleksandriwka
- Huljajpole
- Orichiw
- Prydniprowskyj
- Wolyn
- Polissja
Diese Zahlen verdeutlichen die Heftigkeit der Kampfhandlungen und die anhaltende Bedrohung durch den Gegner an der Front.
Der Bericht zeigt, wie sehr der Krieg zwischen der Ukraine und Russland von Drohneneinsätzen geprägt ist – eine Entwicklung, die die moderne Kriegsführung zunehmend bestimmt. Die hohe Anzahl abgefangener Drohnen deutet darauf hin, dass sich die ukrainischen Streitkräfte kontinuierlich an neue Gefahren anpassen müssen. Gleichzeitig wird deutlich, über welche erheblichen Ressourcen Russland für solche Angriffe verfügt, was die Ukraine zwingt, ihre Luftverteidigung ständig zu verbessern.
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