Britische ballistische Rakete in Entwicklung: Erste Lieferungen an Kiew bis Ende 2027 erwartet.

Britische ballistische Rakete in Entwicklung: Erste Lieferungen an Kiew bis Ende 2027 erwartet
Britische ballistische Rakete in Entwicklung: Erste Lieferungen an Kiew bis Ende 2027 erwartet

Neue ballistische Waffen für die Ukraine

Nach Angaben von Espreso.tv: Erstmals seit über fünf Jahrzehnten arbeitet Großbritannien wieder an einer ballistischen Rakete. Erste Vorentwürfe und Verträge wurden bereits unterzeichnet. Geplant ist, die neue Waffe innerhalb der kommenden zwölf Monate zu testen. Sollte alles nach Plan laufen, könnten die ersten Exemplare noch vor dem Jahreswechsel 2027/2028 an die Ukraine ausgeliefert werden. Das Projekt ist Teil einer umfassenderen britischen Strategie, die Erkenntnisse aus dem Krieg in Osteuropa nutzt, um moderne Waffensysteme schneller zur Einsatzreife zu bringen.

Das britische Verteidigungsministerium hat mehrere Unternehmen mit der Umsetzung dieses Vorhabens beauftragt. Die Reichweite der Rakete wurde im Laufe der Entwicklung von über 600 auf 500 Kilometer reduziert, das Gewicht des Gefechtskopfes von 300 auf 200 Kilogramm. Die Kosten pro Einheit sind auf maximal 800.000 Pfund gedeckelt – umgerechnet etwa eine Million US-Dollar oder mehr.

Das Brakestop-Programm

Parallel dazu läuft das Projekt Brakestop, bei dem preisgünstige Langstrecken-Marschflugkörper für die Ukraine entwickelt werden. In Großbritannien laufen derzeit Tests dieser Systeme, was das anhaltende Engagement Londons für die Verteidigungsfähigkeit Kiews unterstreicht.

„Das Ziel des ukrainischen Raketenprogramms ist es, die Entwicklung ballistischer Raketen so weit wie möglich zu beschleunigen.“

Wolodymyr Selenskyj

Das Vorhaben verdeutlicht die wachsende militärische Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern, die vor dem Hintergrund des anhaltenden Konflikts an Bedeutung gewinnt. Die geplanten Lieferungen der neuen ballistischen Rakete könnten die ukrainischen Streitkräfte erheblich stärken und ihnen unter den schwierigen Bedingungen des modernen Krieges zusätzliche Schutzmöglichkeiten verschaffen.

Die Verringerung von Reichweite und Sprengkopfmasse deutet darauf hin, dass die Entwickler einen Kompromiss zwischen Kosten und militärischer Wirksamkeit suchen – ein zentraler Aspekt bei der Konzeption heutiger Waffentechnologien.


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