Deutschland und Japan vertiefen ihre militärischen Beziehungen: Pistoriuss Gespräche mit Koizumi.
Ausbau der militärischen Zusammenarbeit zwischen Berlin und Tokio
Nach Angaben von UATV: Am 23. März 2023 traf der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius auf dem Marinestützpunkt nahe Tokio mit seinem japanischen Amtskollegen Shinjiro Koizumi zusammen. Thema des Treffens war die Intensivierung der Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich. Tokio plant, seinen Wehretat für das im April beginnende Fiskaljahr auf über 49 Milliarden Euro zu erhöhen – ein deutliches Signal, dass Japan seine Abwehrfähigkeiten angesichts wachsender geopolitischer Spannungen ausbauen will.
Pistorius betonte in diesem Zusammenhang:
„Eine engere Kooperation zwischen unseren beiden Ländern – Deutschland und Japan – ist wichtiger denn je.“Parallel dazu hat sich Berlin ehrgeizige Ziele gesetzt: Bis 2030 soll der jährliche Verteidigungshaushalt auf rund 150 Milliarden Euro anwachsen. Bereits 2026 sind 11,5 Milliarden Euro für die Unterstützung der Ukraine vorgesehen, wovon 9 Milliarden Euro jährlich direkt nach Kiew fließen sollen. Diese Maßnahmen unterstreichen Deutschlands Engagement für seine Sicherheitspartner.
Gespräche und nächste Schritte
Koizumi hob während des Treffens hervor: „Die Bedeutung enger Zusammenarbeit zwischen gleichgesinnten Nationen wie Japan und Deutschland ist heute so groß wie nie zuvor.“ Die Unterredungen umfassten auch regionale Sicherheitsfragen, die Vertiefung des strategischen Dialogs und die militärische Kooperation. Um die Position Berlins im Asien-Pazifik-Raum weiter zu stärken, plant der deutsche Verteidigungsminister zudem Besuche in Singapur und Australien.
CDU-Chef Friedrich Merz forderte mehr Engagement und erklärte:
„Wir müssen mehr für unsere Verteidigung tun.“Insgesamt markiert Pistorius’ Reise nach Japan einen wichtigen Schritt zur Festigung der militärischen Partnerschaft beider Länder – ein Ausdruck ihres gemeinsamen Bestrebens, regionale und globale Sicherheit zu gewährleisten. Die verstärkte Kooperation fällt in eine Zeit zunehmender weltweiter Bedrohungen, insbesondere im Asien-Pazifik-Raum, wo die geopolitische Lage immer angespannter wird. Beide Nationen passen ihre Verteidigungsstrategien an neue Herausforderungen an, was die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit für Stabilität und Sicherheit unterstreicht.
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