Norwegen schließt ukrainische Männer zwischen 18 und 60 Jahren von der Flüchtlingsanerkennung aus.
Verschärfte Asylregeln: Norwegen ändert Schutzstatus für Ukrainer
Nach Angaben von Novyny.live: Die norwegische Regierung hat ihr Aufenthaltsrecht für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine reformiert. Ab Herbst 2025 gilt eine neue Regelung: Männer im Alter von 18 bis 60 Jahren erhalten in der Regel keinen kollektiven Schutzstatus mehr – von wenigen Ausnahmen abgesehen. Norwegen hat damit unter den nordischen Ländern die meisten Ukrainer aufgenommen. Mit dem Schritt will Oslo eine gesteuerte, gerechte und nachhaltige Einwanderungspolitik sicherstellen.
Einwanderungs- und Integrationsministerin Astri Aas-Hansen betonte, es sei wichtig, dass möglichst viele Menschen in der Ukraine blieben, um dort zur Verteidigung beizutragen und die Gesellschaft zu stützen. Die Entscheidung spiegelt den wachsenden Druck auf Norwegen wider, angesichts des anhaltenden Krieges in der Ukraine die Balance zwischen humanitärer Hilfe und nationalen Interessen zu wahren.
Wer vom kollektiven Schutz ausgenommen ist
Die neuen Bestimmungen sehen Ausnahmen für bestimmte Personengruppen vor:
- Minderjährige;
- Männer über 60 Jahre;
- vom Militärdienst freigestellte Personen;
- Evakuierte im Rahmen medizinischer Programme;
- Männer, die alleinige Sorgeberechtigte für Kinder sind.
Seit 2014 haben mindestens acht Millionen Menschen die Ukraine verlassen. Die norwegischen Gesetzesänderungen reagieren auf die neuen Herausforderungen der Migrationspolitik und die schwerwiegenden Folgen des Krieges. Oslo möchte ukrainischen Flüchtlingen weiterhin Schutz bieten, ruft aber gleichzeitig wehrfähige Männer auf, im Land zu bleiben. Dies könnte die künftige Verteilung von Vertriebenen in Europa und die Dynamik der Fluchtbewegungen nachhaltig beeinflussen.
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