Neuseeland erwägt autofreie Tage und streicht Flüge wegen Treibstoffkrise.
Neuseeland in der Treibstoffklemme
Nach Angaben von TSN.ua: Neuseeland sieht sich mit einer Treibstoffknappheit konfrontiert, die durch globale Ereignisse wie den Krieg im Iran ausgelöst wurde. Als eine mögliche Gegenmaßnahme prüft die Regierung die Wiedereinführung verpflichtender autofreier Tage. Finanzministerin Nicola Willis untersucht ein Gesetz aus dem Jahr 1979, das Autobesitzer verpflichtete, einen Tag pro Woche auf ihr Fahrzeug zu verzichten. Dieses Gesetz, das nach der islamischen Revolution im Iran in Kraft trat, galt von Juli 1979 bis Mai 1980 und zielte darauf ab, den Treibstoffverbrauch zu drosseln.
Vor dem Hintergrund der Knappheit hat sich Neuseeland zudem bereiterklärt, seine strategischen Reserven anzuzapfen, um eine Menge Treibstoff freizugeben, die dem Sechsfachen des Tagesverbrauchs entspricht. Die derzeitigen Vorräte reichen nur noch für etwa 50 Tage, was die Ernsthaftigkeit der Lage unterstreicht.
Folgen für Luftfahrt und Spritpreise
Zudem streicht die nationale Fluggesellschaft Air New Zealand etwa 1100 Flüge, was fünf Prozent ihres Gesamtangebots ausmacht. Der Preis für Flugbenzin ist von 85-90 US-Dollar pro Barrel auf 150-200 Dollar gestiegen. Wie Nikhil Ravishankar feststellte,
„sind die Preise für Flugbenzin von 85-90 US-Dollar pro Barrel auf extreme 150-200 Dollar gesprungen“. Gleichzeitig sind die Benzinpreise in Neuseeland um fast 10 Prozent gestiegen, während Diesel um mehr als 20 Prozent teurer wurde.
Die Lage mit der Treibstoffknappheit und den steigenden Preisen sorgt für Besorgnis in der Bevölkerung und der Regierung, die nach wirksamen Lösungen sucht, um die Folgen dieser Herausforderungen abzumildern. Solche Maßnahmen erinnern an die Ölkrisen der 1970er Jahre und zeigen die Verwundbarkeit globaler Lieferketten.
Die Treibstoffknappheit stellt eine ernste Herausforderung für die neuseeländische Wirtschaft dar, da ihre Auswirkungen verschiedene Bereiche, einschließlich Transport und Alltagsleben der Bürger, betreffen können. Der Vorschlag für autofreie Tage ist ein Versuch, den Verbrauch angesichts begrenzter Vorräte zu senken. Es ist wichtig anzumerken, dass solche Maßnahmen sowohl positive als auch negative Folgen für Bevölkerung und Wirtschaft haben können.
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