Ukraine: Stromausfälle erreichen neue Dimension – bis zu 16 Stunden täglich.
Neue Regelungen für Stromabschaltungen
Nach Angaben von Novyny.live: In der Ukraine gelten aufgrund der massiven russischen Angriffe auf die Energieinfrastruktur neue Abschaltpläne. Diese können täglich mehr als 16 Stunden andauern. Sergej Kowalenko, Generaldirektor des Energieversorgers YASNO, kündigte die Änderungen an und erklärte, dass frühere maximale Unterbrechungszeiten nicht mehr gültig seien. Laut den neuen Vorgaben können die Stromsperren bei einer Einstufung in die höchste Stufe (5) nun über 16 Stunden pro Tag betragen.
In Kiew gilt derzeit ein Notfallplan mit Notabschaltungen. Die Bewohner der Hauptstadt können voraussichtlich nur etwa 3 Stunden am Tag mit Strom rechnen, während die Versorgung für rund 10 Stunden unterbrochen ist. Ab dem 19. Januar werden in allen Regionen der Ukraine wieder zeitgesteuerte Stromsperren nach festem Zeitplan umgesetzt.
Angespannte Lage im Energiesektor
Sergej Kowalenko betonte, dass sich die Situation im Energiesystem grundlegend verändert habe und eine kurzfristige Besserung der Stromversorgung derzeit nicht absehbar sei. Er unterstrich die Dramatik der Lage mit deutlichen Worten:
„Mehr als 16 Stunden ohne Strom am Tag – das ist schrecklich. Die Schuld liegt nicht bei den Energieversorgern, sondern bei den zynischen Angriffen des Feindes, der eine humanitäre Katastrophe herbeiführen will.“ — Sergej Kowalenko
Vor dem Hintergrund dieser enormen Herausforderungen zeigt sich internationale Solidarität: So sammelten polnische Unterstützer rund 13 Millionen Hrywnja (etwa 300.000 Euro) für Generatoren, die an die Stadt Kiew geliefert werden sollen.
Die anhaltende Krise der Stromversorgung ist eine direkte Folge der gezielten Zerstörung kritischer Infrastruktur im Krieg. Die neuen, drastischen Abschaltpläne verdeutlichen, wie sehr sich das Land auf einen langen Winter der Energieknappheit einstellen muss. Die Hilfslieferungen aus dem Ausland sind ein wichtiges Zeichen der Unterstützung, können die grundlegenden Schäden am Netz aber nicht beheben.
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