Neue Regeln für die Rückstellung in der Ukraine: Ohne sauberen Status in „Reserve+“ gibt es keine Freistellung.
Voraussetzungen für eine Rückstellung vom Militärdienst
Nach Angaben von Novyny.live: Eine Rückstellung vom Militärdienst ist nur möglich, wenn der elektronische Wehrpass des Bürgers keine Mängel aufweist. Anspruch auf diese Freistellung haben Unternehmen, die während des Kriegsrechts als systemrelevant eingestuft wurden. Die Rückstellung gilt als legale Möglichkeit, der Einberufung unter Kriegsrecht zu entgehen.
Nach den aktualisierten Vorschriften der ukrainischen Regierung kann ein Bürger nur dann eine Rückstellung erhalten, wenn er nicht von den Wehrersatzbehörden (TZK) zur Fahndung ausgeschrieben ist. Entscheidend ist, dass in der App „Reserve+“ keine Probleme vermerkt sind. Andernfalls droht eine Fahndungsnotiz, die eine Rückstellung unmöglich macht.
Änderungen im Rückstellungsverfahren
Eine der wichtigsten Neuerungen ist die Anhebung der Gehaltsschwelle: Sie muss nun bei knapp 26.000 Hrywnja liegen. Diese Maßnahme soll sicherstellen, dass nur wirklich unverzichtbare Arbeitskräfte in kritischen Unternehmen zurückgestellt werden. Wer bereits per Gesetz zurückgestellt ist oder in Teilzeit arbeitet, erhält künftig nur eine einzige Freistellung.
Fachleute betonen, wie wichtig korrekte Daten in „Reserve+“ sind. Wladyslaw Derij erklärt:
„Wenn in ‚Reserve+‘ eine falsche Adresse steht und Sie nicht beim örtlichen TZK gemeldet sind, wertet das System das als Verstoß gegen die Wehrpflicht. Dann wird eine Fahndung eingeleitet, und Sie können nicht zurückgestellt werden.“ – Wladyslaw Derij
Wjatscheslaw Kyrda ergänzt: „Auf die Rückstellung selbst hat das zwar keinen direkten Einfluss, aber ich empfehle trotzdem, in ‚Reserve+‘ Ihren tatsächlichen Wohnort anzugeben.“
Zusammengefasst müssen Bürger für eine Rückstellung über „Reserve+“ alle Vorgaben einhalten und ihre Daten korrekt pflegen. Unter Kriegsrecht ist dies besonders für Beschäftigte in systemrelevanten Firmen von großer Bedeutung.
Die überarbeiteten Regeln unterstreichen, wie sehr der Staat auf den Erhalt kritischer Infrastruktur angewiesen ist. Mit der höheren Gehaltshürde will die Regierung sicherstellen, dass nur wirklich benötigte Fachkräfte vom Dienst freigestellt werden – ein Beitrag zur Stabilisierung der Wirtschaft während des Krieges.
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