Ab Juli 2026: Polen führt neue Regelungen für Ukrainer ein – Mindestlohn, Kindergeld und Unterkunft betroffen.
Was sich für Ukrainer in Polen ab Juli 2026 ändert
Nach Angaben von Novyny.live: Ab dem 1. Juli 2026 treten in Polen neue Vorschriften in Kraft, die ukrainische Staatsbürger betreffen. Die Anpassungen umfassen eine Erhöhung des Mindestlohns, die Einführung der sogenannten 800+-Zahlungen sowie veränderte Bedingungen für die kostenfreie Unterbringung bestimmter Personengruppen. Diese Maßnahmen sollen einerseits die finanzielle Lage vieler Migranten verbessern, andererseits aber auch neue Hürden schaffen.
Konkret steigt der monatliche Mindestlohn ab Juli 2026 auf 4.806 Złoty brutto, der Stundenlohn beträgt dann 31,40 Złoty brutto. Eine wesentliche Neuerung ist, dass ukrainische Staatsbürger mit einem offiziellen Arbeitsverhältnis oder einer selbstständigen Tätigkeit künftig Anspruch auf die Kindergeldzahlung 800+ haben. Dies könnte die finanzielle Situation vieler erwerbstätiger Ukrainer in Polen spürbar entlasten.
Herausforderungen für schutzbedürftige Gruppen
Allerdings droht ab dem 1. Juli ein Teil der ukrainischen Flüchtlinge sein Recht auf kostenfreies Wohnen in Sammelunterkünften zu verlieren. Besonders betroffen sind dabei gefährdete Gruppen, darunter:
- schwangere Frauen
- Mütter mit Kindern unter einem Jahr
- Menschen mit Behinderungen
- Rentner, die keine staatlichen Leistungen beziehen
Zudem erhält die Nationale Arbeitsinspektion ab dem 8. Juli die Befugnis, zivilrechtliche Verträge zwangsweise in Arbeitsverträge umzuwandeln. Hintergrund sind Gesetzesänderungen, die für Beschäftigte mit zivilrechtlichen Vereinbarungen ein erhöhtes Risiko des Jobverlustes mit sich bringen können.
Zusammengefasst bedeuten die ab Juli 2026 geltenden Vorschriften für Ukrainer in Polen sowohl neue Chancen als auch wachsende Risiken. Während die Anhebung des Mindestlohns und die 800+-Zahlungen positive Impulse setzen, verschärfen die Einschränkungen bei der kostenlosen Unterbringung die Lage für besonders verletzliche Personen. Diese Entwicklung zwingt viele Ukrainer dazu, sich auf veränderte soziale und wirtschaftliche Bedingungen einzustellen.
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