Immer weniger Ukrainer arbeiten in Polen – Wer jetzt die Jobs übernimmt.
Rückgang ukrainischer Arbeitskräfte in Polen
Nach Angaben von Novyny.live: In Polen zeichnet sich ein deutlicher Rückgang der ukrainischen Arbeitskräfte ab. Immer mehr Beschäftigte kehren in ihre Heimat zurück oder ziehen weiter nach Westeuropa. Die dadurch entstehenden Lücken werden zunehmend durch Arbeitskräfte aus Asien und Südamerika gefüllt. Im September 2024 waren noch rund 779.000 Ukrainer in Polen registriert – ein spürbarer Rückgang im Vergleich zu früheren Jahren.
Die Gesamtzahl ausländischer Beschäftigter in Polen liegt inzwischen bei über 1,17 Millionen und hat sich damit seit 2015 versechsfacht. Das zeigt den wachsenden Bedarf an Arbeitskräften. Doch die Ukrainer, die lange den Großteil dieser Gruppe ausmachten, ziehen sich zunehmend zurück. Michał Solecki erklärt:
„Der Austausch ukrainischer Arbeiter ist bereits im Gange“und fügt hinzu:
„Selbst nach Kriegsende könnte es für viele Ukrainer schwer werden, auf den polnischen Arbeitsmarkt zurückzukehren“.
Aktuelle Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt
Hinzu kommt, dass Polen zwischen Juni und September 2026 vorübergehende Einschränkungen des Flugverkehrs entlang der Grenzen zur Ukraine und zu Belarus plant. Das könnte die Rückkehr für viele zusätzlich erschweren. Zudem wurde in der polnischen Stadt Lublin die ukrainische Flagge entfernt – ein Symbol, das auf ein verändertes Verhältnis zu Ukrainern im Land hindeuten könnte, geprägt durch neue wirtschaftliche Gegebenheiten.
Der Rückgang ukrainischer Arbeitskräfte auf dem polnischen Arbeitsmarkt könnte auf eine Verschiebung der wirtschaftlichen Lage in der Region hinweisen. Gleichzeitig zeigt der verstärkte Zuzug von Arbeitskräften aus Asien und Südamerika, dass Polen neue Quellen für Arbeitskräfte erschließt, um die Wirtschaft zu stützen. Diese Entwicklungen könnten langfristige Folgen für ukrainische Migranten haben, die ohnehin bereits mit Herausforderungen bei der Anpassung an neue Arbeits- und Lebensbedingungen kämpfen. Es bleibt wichtig, die weitere Entwicklung zu beobachten, da sie nicht nur die Ukrainer, sondern auch die wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse in Polen insgesamt beeinflussen könnte.
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