Kostenlose Wohnungsprivatisierung: Diese Gruppen haben weiterhin Anspruch.
Neue Richtlinien für die Wohnungspolitik in der Ukraine
Nach Angaben von Novyny.live: In der Ukraine ist das Gesetz Nr. 12377 'Über die Grundlagen der Wohnungspolitik' in Kraft getreten. Es schränkt die kostenlose Überführung von staatlichem Wohnraum in Privateigentum stark ein. Dieses Recht bleibt nur bestimmten Personengruppen vorbehalten, darunter Militärangehörige, Polizeibeamte und Waisenkinder. Für diese privilegierten Gruppen werden die Privatisierungsverfahren künftig von den zuständigen Fachbehörden geregelt.
Allen anderen Bürghern wird Wohnraum künftig nur noch zur Miete überlassen. Die Übergangsregelung sieht vor, dass laufende Verfahren noch während des Kriegsrechts und bis zu einem Jahr nach dessen Aufhebung abgeschlossen werden können. Zudem bleibt der generelle Privatisierungsstopp (Moratorium) im Land vorerst bestehen. Diese Maßnahme zielt darauf ab, Spekulationen mit staatlichem Eigentum während der Ausnahmesituation zu verhindern.
Olena Schuljak kommentierte die Neuerungen: 'Früher gab es Fälle, in denen Dienstwohnungen mehrfach privatisiert und verkauft wurden. Das ist jetzt unmöglich.'
Sie betonte außerdem, dass 'nach Ablauf der Übergangsfrist kostenloser Wohnraum nur noch für die festgelegten Kategorien verfügbar sein wird'.
Diese Personengruppen können weiterhin kostenlos privatisieren
Zu den begünstigten Gruppen, die eine unentgeltliche Privatisierung in Anspruch nehmen können, zählen:
- Militärangehörige und ihre Familien;
- Polizeibeamte und Rettungskräfte (DSNS);
- Vollwaisen und Kinder, die ohne elterliche Fürsorge sind.
Die Reform der Wohnungspolitik dient dem Schutz genau dieser sozialen Gruppen, die besonderer staatlicher Unterstützung bedürfen.
Das Gesetz ist Teil einer umfassenderen Reform in der Ukraine, die darauf abzielt, die Wohnverhältnisse für vulnerable Bevölkerungsgruppen zu verbessern und Missbrauch bei der Privatisierung von Staatswohnungen zu unterbinden. Die Einschränkung der kostenlosen Überlassung könnte den Mietmarkt beeinflussen, da mehr Menschen gezwungen sein werden, Wohnraum anzumieten. Die Änderungen spiegeln zudem die Verpflichtungen der Ukraine gegenüber internationalen Partnern wider, soziale Gerechtigkeit zu wahren und jene zu unterstützen, die unter dem Krieg und anderen sozioökonomischen Herausforderungen besonders leiden.
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